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Wetterwoche im Schnellcheck Mit dem Frühling geht es wieder bergab

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Starke Gewitter könnten Deutschland diese Woche auf Trab halten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Tief "Axel" zieht in den kommenden Tagen über Deutschland und lässt uns durch Gewitter und frische Temperaturen das frühlingshafte Wochenende vergessen. Das wechselhafte Wetter bleibt uns vorerst erhalten. Die Natur hingegen kann aufatmen.

Nach dem frühsommerlichen Wochenende geht es in der neuen Wetterwoche zum Teil ziemlich turbulent weiter. Denn jetzt legt Tief "Axel" richtig los und sorgt für teils heftige Gewitter. "Axel" zieht am Montag Richtung Tschechien und bleibt bis einschließlich Mittwoch bei uns wetterbestimmend.

Damit stellt sich vor allem an den Nordalpen eine Hochwasserlage ein. Vom Allgäu bis ins Berchtesgadener Land sind Regensummen von über 150 l/m möglich. Vor allem in Kombination mit den hohen Schneemengen und dem einsetzenden Tauwetter ist das eine durchaus brisante Lage mit erhöhtem Schadenspotenzial durch Hochwasser, Überschwemmungen und Erdrutsche sowie Murenabgänge.

Und was macht der Sommer in der Zwischenzeit? Der hat es schwer, müht sich aber redlich, so dass zumindest kein neuer Kaltlufteinbruch ansteht. Doch mehr als lauwarme Höchstwerte, die sich oft bei 15 bis 23 Grad bewegen, sind in dieser Woche kaum möglich. Das lässt die Sommerfreunde unter uns wohl kaum jubeln, wird aber die Natur zusammen mit den Niederschlägen ganz ordentlich auf Trab halten.

Gutes Wachstumswetter also und kein Vergleich zum Dürrejahr 2018, dessen Folgen in Form von großer Trockenheit in den tieferen Bodenschichten nach wie vor deutlich vorhanden sind. Und daran wird auch das wechselhafte und teils sehr nasse Wetter in der neuen Woche noch nicht allzu viel ändern. Aber zumindest der Oberboden bekommt überall mal Regen ab. Hier die Details.

Montag

Im Tagesverlauf bringt der Wochenstart von Osten her neue, teilweise schwere Gewitter. Nachmittags sind dabei vor allem die zentralen und östlichen Mittelgebirge, sowie Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin betroffen. Im Süden geht es schon früh mit Gewittern los, wobei Blitz und Donner zum Abend hin durch anhaltenden Regen ersetzt werden. Trocken aber oft bewölkt bleibt es im Nordwesten. Die Temperaturen: der Osten kratzt bei bis zu 24 Grad nochmals an der Sommermarke. Ansonsten werden es häufig 18 bis 22 Grad. Kühler geht es an der Ostsee sowie an den nassen Alpen in die neue Woche, bei 13 bis 16 Grad.

Dienstag

Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander.

Im Süden bleibt es nass, grau und kühl. Besonders im Stau der Nordalpen gibt es teils ergiebige Regenfälle mit ansteigender Hochwasser- und Überflutungsgefahr. Im großen Rest wird es derweil wechselhaft mit etwas mehr Sonne im äußersten Westen und Osten. In Berlin bekommen Sie hierbei nochmals bis zu 24 Grad, während es ansonsten etwas frischer weitergeht.

Mittwoch

"Axel" geht allmählich die Puste aus, und damit kehrt langsam eine Wetterberuhigung bei uns ein. An den Alpen fällt zwar noch Regen, die Intensität lässt aber nach. Unbeständig bleibt es ebenfalls im Osten mit Schauern und Gewittern. Doch es gibt auch Lichtblicke: Im Westen macht sich nämlich ein kleines Zwischenhoch bemerkbar. Die Temperaturen erreichen für Mai eher maue 16 Grad an der Nordsee und bis 21 Grad im Südwesten.

Donnerstag

Deutschlandweit gesehen wird es wahrscheinlich der schönste Tag der Wetterwoche. Schauer sind selten und uns erwartet ein sehr freundlicher Sonne-Wolken-Mix. Die Temperaturen haben zwar noch viel Luft nach oben, aber mit der Sonne sind die 16 bis 23 Grad sicherlich recht angenehm.

Freitag und am Wochenende

Die Trends für das letzte Maiwochenende sind alles in allem eher auf der wechselhaften bis wolkigen Seite. Und auch die Temperaturen verweilen zumindest am Freitag und Samstag im mäßig-warmen Bereich zwischen 16 und 23 Grad, bevor es am Sonntag tendenziell etwas kühler weitergehen dürfte. Ein Trend, der nach jetzigem Stand bis zum Monatsende anhalten wird und der dafür sorgt, dass wir bis in den Juni hinein auf den Sommer warten müssen.

Quelle: n-tv.de

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