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Erst im März war Salisbury in die Schlagzeilen gerückt, als sich dort ein Giftanschlag mit dem Nervengift Nowitschok ereignete.
Erst im März war Salisbury in die Schlagzeilen gerückt, als sich dort ein Giftanschlag mit dem Nervengift Nowitschok ereignete.(Foto: picture alliance/dpa)
Samstag, 11. August 2018

Wieder Zwischenfall in Salisbury: Mitarbeiter stirbt bei Explosion in Militärfabrik

Durch den Anschlag mit dem Nervengift Nowitschok erlangte die südenglische Stadt Salisbury traurige Berühmtheit. Nun macht sie erneut Schlagzeilen mit einem tödlichen Zwischenfall. In einer Militärfabrik kommt es zu einer Explosion. Dabei gibt es einen Toten.

Bei einer Explosion in einer Militärfabrik in Salisbury im Süden Großbritanniens ist ein 29-jähriger Mann getötet worden. Ein 26-Jähriger sei bei dem Vorfall schwer verletzt worden, teilten die Polizei und das Unternehmen Chemring Countermeasures mit.

Laut der britischen Zeitung "The Guardian" hatte sich die Explosion am Freitag ereignet. Rettungskräfte seien mit sechs Feuerwehrwägen im Einsatz an der Militärfabrik im Norden der Stadt gewesen. Der 29-Jährige erlag noch vor Ort seinen Verletzungen, ein zweiter Mann wurde mit schweren Verletzung ins Krankenhaus eingeliefert. Noch gibt es keine Angaben zur Identität der beiden Männer, der Leiter der Fabrik bestätigte aber, es handle sich bei den Opfern um Angestellte.

Den Behörden zufolge bestand für die Bevölkerung keine Gefahr. Die Ursache der Explosion ist bislang unklar. Das Firmengelände ist weiter abgesperrt. Chemring Countermeasures produziert in Salisbury Material, das Militärflugzeuge und -schiffe vor Beschuss schützen soll.

Die Stadt Salisbury war im Zusammenhang mit dem Giftanschlag auf den 67-jährigen ehemaligen russischen Doppelagenten Sergej Skripal und dessen 33-jährige Tochter Julia im März mit dem Nervengift Nowitschok im März in die internationalen Schlagzeilen gerückt. Zudem hatte dort eine Frau mit ihrem Freund im Juli ein Fläschchen mit dem Kampfstoff gefunden und es offenbar für Parfüm gehalten. Die dreifache Mutter starb acht Tage später im Krankenhaus.

Quelle: n-tv.de