Panorama

Trauerfeier mit 200 Menschen Mörder von Lehrer Paty feierlich beigesetzt

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Der Anschlag bei Paris hatte in ganz Frankreich für Entsetzen gesorgt.

(Foto: picture alliance/dpa/AFP)

Der Mord an Samuel Paty sorgt in Frankreich für großes Entsetzen. Nun wird der 18-jährige Mörder des Lehrers in Tschetschenien feierlich beigesetzt. Rund 200 Menschen nehmen unter Aufsicht der Polizei an der Trauerfeier teil.

Der mutmaßliche Islamist, der in Frankreich den Geschichtslehrer Samuel Paty wegen des Zeigens von Mohammed-Karikaturen getötet hatte, ist in Tschetschenien feierlich beigesetzt worden. Nach Angaben russischer Medien wurde der 18-jährige Russe tschetschenischer Herkunft im Dorf Schalaschi in der Nordkaukasus-Republik im Beisein von 200 Menschen zu Grabe getragen.

Ein Video, das über den Messengerdienst Telegram verbreitet wurde, zeigte Dutzende Männer in schweren Mänteln, die durch den Schnee liefen, sangen und einen in ein grünes Tuch gehüllten Körper trugen. Mindestens 60 Polizeibeamte sicherten die Beerdigung.

Der 47-jährige Lehrer Samuel Paty war am 16. Oktober nahe seiner Schule im Pariser Vorort Conflans-Sainte-Honorine von dem 18-Jährigen enthauptet worden. Paty hatte zuvor in einer Stunde zur Meinungsfreiheit Mohammed-Karikaturen gezeigt. Der mutmaßliche Islamist wurde nach dem Angriff von der Polizei erschossen.

Frankreich ist entsetzt

Der Anschlag hatte in ganz Frankreich für Entsetzen gesorgt. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte der Agentur Interfax zu den Berichten über die Beerdigung, dass Russland den Terroranschlag verurteile. Medien zufolge war der Leichnam von Frankreich am 5. Dezember nach Tschetschenien transportiert worden. Offiziell hatten die russischen Behörden stets eine Verbindung des Attentäters mit seiner alten Heimat zurückgewiesen.

Präsident Emmanuel Macron verteidigte das Zeigen von Mohammed-Karikaturen, woraufhin es zu Protesten in muslimisch geprägten Ländern und Boykottaufrufen gegen Frankreich kam. Der tschetschenische Präsident Ramsan Kadyrow warf Macron vor, Muslime provoziert zu haben. Er bezeichnete den französischen Staatschef als "Terroristen".

Quelle: ntv.de, can/AFP

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