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Nach Raketentest ausgebrochen Moorbrand bei Meppen wird Fall für Justiz

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Der Brand in Niedersachsen hat sich inzwischen auf einer Fläche von rund zwei mal vier Kilometern ausgebreitet.

(Foto: picture alliance/dpa)

Seit Wochen versuchen Feuerwehrleute und Helfer der Bundeswehr den Moorbrand in Niedersachsen zu löschen. Ausgelöst wurde das Feuer durch einen Waffentest auf einem Bundeswehrgelände. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Brandstiftung.

Wegen des durch Waffentests ausgelösten Moorbrands auf einem Bundeswehrgelände bei Meppen in Niedersachsen ermittelt die Staatsanwaltschaft inzwischen wegen Brandstiftung. Ermittlungen seien "von Amts wegen" aufgenommen worden, sagte ein Sprecher der Behörde in Osnabrück. Das schwer zu löschende Feuer brennt bereits seit mehr als zwei Wochen, hunderte Helfer von Bundeswehr und zivilen Feuerwehren kämpfen gegen die Flammen.

In Frage kommen nach Angaben des Sprechers verschiedene Delikte wie fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung. Zusätzlich zur Aufnahme eigener Ermittlungen erwartete die Staatsanwaltschaft demnach noch den Eingang von Strafanzeigen aus der Bevölkerung. So hatten die Grünen im niedersächsischen Landtag nach eigenen Angaben die Verantwortlichen wegen des Geschehens angezeigt. Die Bundeswehr kündigte eine eigene interne Überprüfung des Falls an.

Nach einem Raketentest auf einem Außengelände der Wehrtechnischen Dienststelle WTD 91 der Bundeswehr im Emsland war am dritten September ein Brand ausgebrochen. Inzwischen breiteten sich die Flammen im Moorboden auf einer Fläche von rund zwei mal vier Kilometern aus, der Rauch zieht weithin über das Land und sorgt für Beschwerden.

Zuständig für die Brandbekämpfung ist die Bundeswehr, aber auch starke Kräfte der zivilen niedersächsischen Feuerwehr beteiligen sich daran. Der Landkreis Emsland aktivierte seinen Krisenstab. Er betonte aber, Evakuierungen von angrenzenden Orten seien nicht geplant. Die Luftbelastung werde kontrolliert, Gesundheitsgefahr durch den Qualm bestehe nicht.

Quelle: n-tv.de, nen/AFP

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