Panorama
Eine halbe Stunde lang steckte der russische Aktionskünstler Andrey Kuzkin vor der Elbphilharmonie im Boden.
Eine halbe Stunde lang steckte der russische Aktionskünstler Andrey Kuzkin vor der Elbphilharmonie im Boden.(Foto: dpa)
Freitag, 09. Februar 2018

Kunst vor der Elbphilharmonie: Nackter Mann steckt im Boden

Die Elbphilharmonie in Hamburg ist an sich ja schon ein Kunstwerk. Nun ist ein weiteres hinzugekommen. Wenn auch nur kurzzeitig: Ein Künstler lässt dafür bei Minusgraden alle Hüllen fallen. Die Aktion ist Teil einer Performance-Reihe.

Der russische Aktionskünstler Andrey Kuzkin hat sich am Donnerstag gegenüber der Elbphilharmonie bei eisigen Temperaturen kopfüber nackt mit dem Oberkörper eingegraben. Für eine halbe Stunde ragten nur der Unterleib und die Beine des 38-jährigen Moskauers heraus. Währenddessen atmete der Künstler mithilfe eines Plastikschlauchs.

Zuvor hatte er mit Schaufel und Spitzhacke ein Loch in die gefrorene Erde gegraben. Anschließend zog er sich dann aus, um kopfüber in die ausgehobene Grube zu steigen. Einmal stieg er aus, um sich noch einmal umzudrehen und sich von der anderen Seite zu präsentieren. Um sich vor der Kälte zu schützen, hat sich der Künstler zuvor mit Fett eingeschmiert.

Die Performance ist Teil seiner Fotoserie "The Phenomenon Of Nature Or 99 Landscapes With Trees" (Das Phänomen der Natur oder 99 Landschaften mit Bäumen). Für das Projekt hat sich Kuzkin schon an zahlreichen Orten nackt eingraben lassen: Unter anderem im März 2017 zur Antarktis Biennale im Schnee und Ende 2015 an der Binnenalster in Hamburg. Mit seinen Aktionen möchte der Künstler an einen Baum erinnern, der auch bei jedem Wetter den Umwelteinflüssen ausgesetzt ist.

Quelle: n-tv.de