Panorama
Der Sommer scheint in Deutschland auch im September anzudauern.
Der Sommer scheint in Deutschland auch im September anzudauern.(Foto: picture alliance/dpa)
Freitag, 14. September 2018

Wieder mehr als 30 Grad: Nächste Verlängerung für Endlos-Sommer

Der Sommer scheint nicht enden zu wollen. In den nächsten Tagen steigt die Quecksilbersäule wieder über die 30-Grad-Marke. Und bis in den Oktober hinein sind weiter keine ausgiebigen Regenfälle in Sicht, wie n-tv Meteorologe Björn Alexander erklärt. Frühestens in einer Woche könnte das Wetter ein wenig launischer werden.

n-tv.de: Die Menschen in den USA beschäftigt in diesen Tagen wahrscheinlich der Fortgang der Hurrikansaison. Was beschäftigt uns hierzulande?

Björn Alexander: Tatsächlich ist auch bei uns die Hurrikansaison ein Thema, das für unser Wetter von Interesse ist. Denn in den kommenden Tagen zieht Tropensturm "Helene" über die Azoren hinweg und kommt danach als Sturmtief über den Britischen Inseln an. Das sorgt dort für stürmische Zeiten und gleichzeitig zapft das Tief warme Subtropikluft an, die direkt von Süden nach Mitteleuropa fließt. Kurzum: Der Endlos-Sommer geht in die nächste Verlängerung.

Wie warm wird es?

Video

Oft werden es Temperaturen von 25 bis 30 Grad, stellenweise sind auch Spitzenwerte von 32 oder 33 Grad möglich. Damit sind wir zwar insgesamt noch unterhalb der Rekordwerte, die je nach Region gerne mal 33 bis 36 Grad liegen. Aber allzu viel fehlt eben aus heutiger Sicht auch nicht mehr.

Weiß man schon, wie lange der Sommer halten wird?

Aktuell würde ich sagen, dass es mindestens bis Donnerstag oder Freitag sehr warm bis heiß bleiben dürfte. Und auch die Abende werden angesichts der Jahreszeit superlau bleiben. Das Wochenende dürfte weniger warm weitergehen. Jedoch ist es bis dahin ja noch lange hin und dementsprechend groß sind die Unsicherheiten.

Ein warmes Frühjahr, ein endloser Sommer und jetzt auch noch ein heißer Herbst. Fällt der Winter in diesem Jahr aus?

Die Frage überschreitet natürlich den Umfang der klassischen Wetter-Modellberechnungen und es gibt nur wenige Ansätze, die - zumindest manchmal - brauchbare Ergebnisse liefern. Und zwar sind es die experimentellen Monatsprognosen des US-amerikanischen Wetterdienstes.

Was zeigen uns diese Berechnungen?

n-tv Meteorologe Björn Alexander
n-tv Meteorologe Björn Alexander

Dass auch die kommenden Monate bis zum Januar 2019 zu warm ausfallen dürften. Derzeit liegen die Abweichungen meistens bei um die 1 bis 2 Grad über den langjährigen Mittelwerten.

Gibt es auch Prognosen für den Regen?

Die gibt es. Zumindest für den September und den Oktober aber nur mit halbguten Werten. Demnach gehen die nächsten Wochen - deutschlandweit betrachtet - zu trocken weiter. Der große Umschwung zum Auffüllen unserer Wasserreserven ist somit vorerst einmal nicht in Sicht.

Kein Regen, aber viel Sonne. Ist das die Vorhersage für unser Wochenende?

Nach ein paar wolkigeren Startproblemen am Samstag legt der Spätsommer am Sonntag schon mal einen Zacken zu. Denn nach Auflösung von Frühnebelfeldern wird es meistens freundlich, teils auch sonnig und trocken.

Mit welchen Temperaturen?

Am Rhein wird die Sommermarke bei 25 oder 26 Grad bereits wieder geknackt. Ansonsten bringen es die Temperaturen auf 19 Grad in Schleswig-Holstein und bis 24 Grad in Berlin und Brandenburg.

Was bringt uns der Wochenstart?

Viel Sonne, harmlose Wolken und weiter ansteigende Temperaturen zwischen 22 und 28 Grad mit den wärmsten Werten am Oberrhein. Einzig die Nordlichter bekommen noch etwas mehr Wolken und bei ein paar Tropfen Regen sind dort maximal 18 bis 21 Grad drin.

Sieht es denn am Dienstag auch im Norden besser aus?

Die Wolken sollten dort definitiv weniger werden und die Temperaturen sollten ebenfalls ansteigen. Im Norden dann bei 21 bis 24 Grad. Im großen Rest dominiert eh schon der Sommer bei 25 bis 30 Grad. Am Rhein und seinen Nebenflüssen werden es gerne mal um die 30 bis 32 Grad.

Wie geht es danach weiter?

Oft freundlich bis sonnig und weiterhin warm, teils auch heiß. Ein Umschwung zu launischerem Wetter steht frühestens am Freitag auf dem Programm.

Quelle: n-tv.de