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Millionenschwere EntschädigungNägel und Metallsplitter im Eis: Frau ist nach Verzehr unfruchtbar

01.04.2026, 11:17 Uhr
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Eine scheinbar harmlose Kugel Eis wird einer Frau im US-Bundesstaat Florida zum Verhängnis. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Eine Frau entdeckt in ihrer Eiscreme Metallnägel und -splitter. Sie bemerkt diese aber erst, nachdem sie bereits davon gegessen hat. Die Folgen: massive Langzeitschäden - und 14 Millionen US-Dollar Entschädigung.

Brandy Buckley hat sich eigentlich etwas Gutes tun wollen, als sie sich an einem Drive-in-Schalter im US-Bundesstaat Florida eine Kugel Pekan-Eis kaufte - ihre Lieblingssorte. Doch kurz, nachdem sie die Filiale der Kette "Bruster's Ice Cream" in ihrem Auto verlassen hatte, bemerkte sie, dass das Eis von Nägeln und Metallsplittern durchsetzt war. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie allerdings bereits davon gegessen. Genauso wie ihr kleiner Sohn, der mit ihr im Auto saß. Das berichtet der US-Sender "Wesh 2 News".

"Als ich schluckte, bemerkte ich, wie etwas in meiner Kehle stecken blieb", beschrieb Buckley die Szene dem Lokalsender. Zunächst habe die 43-Jährige an eine Pekannuss gedacht. Doch als sie die Fremdkörper in der Eiskugel entdeckte, ahnte sie, dass sie damit falsch gelegen hatte. Eine Röntgenaufnahme bestätigte: Sie hatte einen Nagel verschluckt. Er war in der Eiscreme eingeschlossen und mit bloßem Auge nicht zu sehen gewesen.

Dieser konnte zwar entfernt werden. Die Eingriffe führten jedoch zu Komplikationen, unter anderem zu einem schweren Blutgerinnsel - das dazu führte, dass Buckley nun keine Kinder mehr bekommen kann. Was sie sich nach dem Verlust ihrer Tochter im Jahr 2011 jedoch gewünscht hatte. "Es war mein Traum, mehr Kinder zu haben", sagte sie im Interview.

14 Millionen US-Dollar Entschädigung

Der Vorfall ereignete sich bereits im September 2018. Ein Jahr später, im Jahr 2019, klagte Buckley gegen die Eiskette. Nun fiel sieben Jahre später in Florida das Urteil. Eine Jury sprach ihr eine Entschädigung in Höhe von rund 14 Millionen US-Dollar (umgerechnet etwa 12 Millionen Euro) zu. Sie und ihr Ehemann hatten ursprünglich lediglich auf 15.000 US-Dollar geklagt, um die Behandlungskosten decken zu können.

"Das Urteil spiegelt die Schwere des Schadens wider, den unsere Mandantin erlitten hat", sagte ihr Anwalt John Alpizar gegenüber "Wesh 2 News". Buckley selbst kann sich über die Entschädigung in Millionenhöhe nicht freuen. Denn ihr Ziel sei gewesen, dass ihre Familie weiter wächst. "Alles, was ich wollte, kann ich jetzt nicht mehr haben".

Alpizar erklärte, er gehe davon aus, dass "Bruster's Ice Cream" in Berufung gehen wird. Es könne noch Jahre dauern, bis Buckley das Geld letztendlich sieht. Und das auch nur, wenn das Verfahren zu ihren Gunsten ausgeht.

Quelle: ntv.de, apr

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