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Kampf gegen die Vermüllung Nepal erlässt Plastikverbot am Mount Everest

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Gefüllte Müllsäcke nach einer Aufräumaktion am Mount Everest.

(Foto: AP)

Jedes Jahr machen sich Hunderte Bergsteiger auf, den Mount Everest zu erklimmen. Auf ihrem Weg zum Gipfel lassen sie dabei viel Müll zurück. Die Regierung in Nepal will der Verschmutzung nun Einhalt gebieten.

Am Mount-Everest-Massiv soll die Plastikflut eingedämmt werden: Die nepalesischen Behörden gaben eine Neuregelung bekannt, nach der die meisten Plastikverpackungen und insbesondere Plastikflaschen ab dem 1. Januar in der Region um den höchsten Berg der Welt nicht mehr benutzt werden dürfen. Das Verbot bezieht sich auf die Gemeinde Khumbu Pasang Lhamu und betrifft Plastik von weniger als 30 Mikrometer Stärke. Zunächst wurden keine Strafen für den Fall der Zuwiderhandlung genannt.

Die Bekämpfung des Plastikmülls in der Umgebung des Mount Everest hat schon vor Jahren eingesetzt: Vor sechs Jahren wurde eine Abgabe von 4000 US-Dollar, rund 3600 Euro, pro Bergsteigerteam eingeführt. Die Geldsumme wird nur an jene Teams erstattet, die beim Abstieg vom Berg pro Kopf acht Kilogramm Müll mitbringen. Rund die Hälfte der Teams erfüllte diese Anforderung. Im Laufe des Jahres 2019 wurden bislang mehr als zehn Tonnen Müll eingesammelt.

Die Zahl der Mount-Everest-Besteiger erreichte in diesem Jahr die Rekordmarke von 885. Davon nahmen 644 die Südroute aus Nepal und 241 die Nordroute auf der Seite Tibets. Elf Bergsteiger kamen am Mount Everest in diesem Jahr ums Leben. Insgesamt kommen pro Jahr rund 50.000 Touristen in die Region.

Die Aufsteigeberechtigung zum 8848 Meter hohen Mount Everest kostet derzeit 11.000 Dollar. Eine Regierungskommission schlug in der vergangenen Woche vor, sie auf 35.000 Dollar zu erhöhen. Außerdem sollen Bergsteiger zunächst belegen, dass sie bereits einen 6500er-Berg bezwungen haben.

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Quelle: n-tv.de, jpe/AFP

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