Panorama

8. Berliner Pflegekonferenz Neue Konzepte für die Pflege

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Aus der Perspektive der Betroffenen: Was benötigt gute Pflege?

(Foto: imago images/SNA)

Letztes Jahr standen wir auf dem Balkon und klatschten für die Menschen in Pflegeberufen. Klar ist, dass man durch Beifall keinen einzigen Cent mehr verdient. Unklar scheint es zu sein, wie in dem Bereich etwas verändert werden kann. Die Pflegekonferenz in Berlin hat Antworten.

Die Situation der pflegenden Angehörigen, der Pflegebedürftigen und der Pflegefachkräfte im Fokus zu haben und zukunftsfähige Lösungen finden - darum geht es auf der 8. Berliner Pflegekonferenz. Denn die Lage der Menschen, die von der Pflege betroffen sind, hat sich auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie noch nicht wesentlich verbessert. Und das, obwohl Pflege die gesamte Gesellschaft betrifft und die Politik ihre Bedeutung immer wieder betont. Dabei gibt es sie - die klugen, innovativen Konzepte und Ideen, mit denen eine gute Pflege realisiert werden kann. Auf der gerade stattfindenden Berliner Pflegekonferenz werden bis zum 11. November Konzepte vorgestellt, die die Gestaltung einer zukunftsfähigen Pflege in den Mittelpunkt stellen.

Auf der 8. Berliner Pflegekonferenz kommen sowohl die Betroffenen als auch diejenigen zu Wort, die Lösungswege für die Zukunft der Pflege haben. Dabei spielt die Digitalisierung eine große Rolle. Die zahlreichen Dialog- und Gesprächsrunden finden, wie im letzten Jahr, in einem hybriden Format statt, das die Besucher per Livestream nach Anmeldung kostenfrei verfolgen können.

Wenn Helferinnen und Helfer Hilfe brauchen

Konkret geht es vor allem um Fragen, wie die Situation der Betroffenen verbessert werden kann. Besonderes Augenmerk gilt den Pflegenden, denn sie tragen eine enorme Last. Sie zu unterstützen ist von großer Bedeutung, da sie durch die Schwere der Aufgabe Gefahr laufen, selbst die Pflegebedürftigen von morgen zu werden.

Pflegende Angehörigen übernehmen rund drei Viertel der Pflege in Deutschland - auch das ist ein enormer Stress. Auf der Pflegekonferenz widmet man sich ihren Belangen. In verschiedenen Formaten wie der diskutieren Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Gesundheitswesen und von Betroffenenorganisationen konkret über die Fragen, die pflegende Angehörige per Chat stellen können. Im Programmteil "Pflege Innovativ" geht es beispielsweise um praxisnahe Modelle für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Denn Arbeitgeber können mit gezielten Maßnahmen sehr zur Entlastung von pflegenden Angehörigen beitragen - eine Erfahrung, von der alle profitieren können.

Digitale Innovation in der Praxis angekommen

Ein weiterer Themenschwerpunkt der Konferenz ist die fortschreitende Digitalisierung in der Pflege. In hochkarätig besetzen Fachrunden gehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Frage nach, wie mit Digitalisierung, Datennutzung und besserer Vernetzung eine effektivere Versorgung gelingen kann. Sie thematisieren auch, welchen Stellenwert neue digitale Angebote in der Praxis schon einnehmen konnten. Auch hier hilft die Teilnahme von namhaften Expertinnen und Experten aus der Versorgungspraxis.

Mehr zum Thema

Um einen Überblick zu gewinnen, gibt es eine filmische Reise durch die Bundesländer: In verschiedenen und abwechslungsreichen Beiträgen werden in Kooperation mit den jeweiligen Landesregierungen Best-Practice-Beispiele aus den Ländern gezeigt. Bei allen Unterschieden zeigen diese besonders eins: Dass eine gute und würdige Pflege mit Einsatz und intelligenten Lösungen möglich ist.

Interessenten aus allen Bereichen der Pflege können sich kostenfrei per Livestream in die Panels, Vorträge und Vernstaltungen einklinken und die zahlreichen Interaktionsmöglichkeiten nutzen. Informationen und Hinweise zur Anmeldung unter https://berliner-pflegekonferenz.lineupr.com/berliner-pflegekonferenz/

Quelle: ntv.de

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