Panorama

Jetzt fast 49.000 Fälle Neue Zahlen lassen auf flachere Kurve hoffen

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Die Zahl der in Deutschland bestätigten Infektionen nähert sich der Marke von 50.000.

(Foto: imago images/Winfried Rothermel)

Die Zahl der mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierten Menschen wächst: In Deutschland nähert sie sich bereits der Marke von 49.000 an. Die Daten deuten aber darauf hin, dass sich das Wachstum zumindest derzeit nicht weiter beschleunigt.

Aktuelle Daten zum Umfang der neu registrierten Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 in Deutschland lassen auf ein gebremstes Wachstum der Fallzahlen hoffen. Wie ntv-Berechnungen zeigen, legte die Gesamtzahl vor dem Wochenende zwar erneut um rund 5600 auf 48.839 zu.

Im Vergleich zum Vorabend entspricht dies jedoch einem etwas schwächeren Anstieg: In den 24 Stunden bis Donnerstagabend waren noch 5900 Fälle hinzugekommen. Auch die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung bewegt sich etwas langsamer nach oben: Am Freitag kamen 52 weitere Tote hinzu. Am Vortag waren noch 60 mit dem Virus infizierte Menschen als verstorben gemeldet worden. Insgesamt liegt die Zahl der Virustoten in Deutschland mittlerweile bei 316.

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Und: In den vergangenen sieben Tagen bewegte sich die tägliche Wachstumsrate in einer Spanne von 13 bis 17 Prozent und lag damit auf einem deutlich niedrigeren Niveau als noch Mitte des Monats (siehe Grafik).

Um aus diesen Zahlen einen Trend zu einer sich abflachenden Kurve der Neuinfektionen herauszulesen, ist es aber noch zu früh. Experten des Robert-Koch-Instituts hatten betont, dass dies frühestens kommende Woche möglich sei.

Dass die Wachstumsraten in den zurückliegenden Tagen deutlich niedriger waren als zuvor, könnte jedoch als Indiz dafür gelten, dass die Maßnahmen zum "Social Distancing" ihre Wirkung entfalten. Der Gedanke dahinter: Könnte sich das Virus ungebremst ausbreiten, würden sich die Fallzahlen immer schneller erhöhen.

Auch wenn sich sich die Kurve tatsächlich abflachen sollte, wäre das nur ein Anfangserfolg. Kanzlerin Angela Merkel sagte am Donnerstagabend, im Moment dauere es immer noch nur vier bis fünf Tage, bis sich die Zahl der Infizierten verdoppele. Diese Zeitspanne müsse sehr viel weiter gestreckt werden, "in Richtung von zehn Tagen".

Daher hält sie es auch noch für "viel zu früh", über eine Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu sprechen. Sie wolle "sehr klar sagen, dass im Augenblick nicht der Zeitpunkt ist, über die Lockerung dieser Maßnahmen zu sprechen", sagte sie. Das Ziel der Maßnahmen sei es, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet werde.

Quelle: ntv.de, vpe