Panorama

Tatort: Schule und ein WohnhausNeun Todesopfer bei Schusswaffenangriff in Kanada

11.02.2026, 04:11 Uhr
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Tumbler Ridge liegt in British Columbia im Westen Kanadas. (Foto: IMAGO/ZUMA Press)

Bei einem Schusswaffenangriff an einer Schule in der kanadischen Ortschaft Tumbler Ridge werden sieben Menschen getötet. Zwei weitere Leichen werden in einem Wohnhaus entdeckt. Auch die Person, die geschossen hat, ist tot.

Bei einem Schusswaffenvorfall an einer Schule und einem Wohngebäude im Westen Kanadas sind neun Menschen getötet worden. An der weiterführenden Schule in Tumbler Ridge in der kanadischen Provinz British Columbia wurden sieben Menschen erschossen, zwei weitere wurden tot in einem Wohngebäude aufgefunden, wie die kanadische Polizei mitteilte. Zudem wurde eine Person, bei der es sich um den Schützen handeln soll, "mit offenbar selbst zugefügten Verletzungen tot aufgefunden" worden.

Einer der Verletzten war auf dem Weg zum Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Zwei Personen wurden mit schweren oder lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus geflogen. Außerdem werden 25 weitere Verletzte in einer örtlichen Klinik behandelt. Die übrigen Schüler und Mitarbeiter wurden in Sicherheit gebracht.

Der Tatort in dem Wohngebäude steht ersten Ermittlungen zufolge im Zusammenhang mit dem Vorfall an der Schule. Der Hintergrund der Tat ist bislang unklar.

Am Nachmittag hatte die Polizei eine Warnmeldung über einen aktiven Schützen ausgegeben. Sie rief die Menschen in der Gegend mehrere Stunden lang dazu auf, ihre Türen zu verriegeln und ihre Häuser oder Geschäfte bis auf weiteres nicht zu verlassen.

Gewarnt wurde vor einer Schützin

Kanadische Medien berichten, es handele sich um eine Täterin. Laut dem kanadischen Sender CBC war nach einer "Frau in einem Kleid" gefahndet worden. Die Polizei habe inzwischen die Identität geklärt. Aus Datenschutzgründen und zum Schutz der Ermittlungen würden derzeit aber keine genaueren Details bekanntgeben. Es hieß lediglich, die Person, die man tot aufgefunden habe, sei mutmaßlich dieselbe, vor der gewarnt worden sei. Weitere Angaben wollte der Kommandant der örtlichen Polizei, Ken Floyd, aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit nicht machen. Auch zum möglichen Motiv ist bislang nichts bekannt.

Offen ist bislang auch, wie viele Kinder und Jugendliche unter den Todesopfern waren. Es sei eine "sich rasch entwickelnde und dynamische Lage" gewesen, erklärte Floyd. "Das war ein unglaublich schwieriger und emotionaler Tag für unsere Gemeinde", fügte er hinzu.

Der kanadische Premierminister reagierte mit Bestürzung auf den Vorfall. Er sei "zutiefst erschüttert"», schrieb Mark Carney auf X. "Meine Gebete und mein tiefstes Beileid gelten den Familien und Freunden, die durch diese schrecklichen Gewalttaten Angehörige verloren haben."

Tumbler Ridge hat etwa 2400 Einwohner und liegt mehr als 1000 Kilometer nordöstlich von Vancouver, der größten Stadt in British Columbia. Etwa 160 Schülerinnen und Schüler besuchen die weiterführende Schule. Wegen der strengen Waffengesetze in Kanada sind verheerende Schusswaffenangriffe in dem Land sehr selten. 1989 tötete ein 25-jähriger Mann 14 Frauen an der Polytechnischen Hochschule Montréal, es war das schwerste Schulmassaker in der Geschichte des Landes.

Quelle: ntv.de, ino/AFP

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