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Haftbefehl gegen 21-Jährigen Neunjährige auf Schultoilette missbraucht

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Das Mädchen schrie um Hilfe und machte so eine Mitschülerin und einen Lehrer aufmerksam.

(Foto: imago/Reichwein)

Auf der Toilette an einer Augsburger Schule missbraucht ein 21-Jähriger ein neunjähriges Mädchen. Ein Lehrer kann den Verdächtigen nach der Tat festhalten. Die Staatsanwaltschaft erlässt daraufhin Haftbefehl. Es ist nicht der einzige Fall dieser Art.

Nach dem mutmaßlichen sexuellen Missbrauch eines Mädchens in einer Augsburger Grundschule ist gegen den Verdächtigen Haftbefehl erlassen worden. Dem 21-Jährigen werde versuchte Vergewaltigung und versuchter schwerer sexueller Kindesmissbrauch vorgeworfen, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit.

Nach den bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei war der Mann am Dienstagmittag mit einer Neunjährigen auf die Mädchentoilette gegangen und hatte sich dort an dem Kind vergangen. Als das Mädchen um Hilfe schrie, holte eine Mitschülerin einen Lehrer hinzu. Dieser hielt den jungen Mann fest, bis Polizei eintraf. Eine Sprecherin des bayerischen Kultusministeriums sagte, dass Schulen solche aktuellen Vorfälle zum Anlass nähmen, ihre Sicherheitskonzepte nochmals zu überprüfen.

Seit 2002 gibt es in Bayern Vorschriften zum Schutz der Kinder vor Gefährdungen, auch für den Fall von Amokläufen. Nach dem damals erarbeiteten Leitfaden sollen die Türen nach Schulbeginn verschlossen sein, auch eine Videoüberwachung des Eingang ist möglich. "Technische Sicherungsvorrichtungen sind kein Allheilmittel", heißt es aber auch in dem Papier.

Bei Schulende ins Gebäude gekommen

In Augsburg war der mutmaßliche Täter wohl bei Schulende in das Gebäude gelangt. Augsburgs Bildungsreferent Hermann Köhler sagte der "Augsburger Allgemeinen": "Ich weiß, dass die Sehnsucht danach da ist, aber eine hundertprozentige Sicherheit gibt es leider nicht."

In der Vergangenheit hatten sich in Deutschland immer wieder Männer in Schulen geschlichen, um Kinder zu missbrauchen. Besonders die Vergewaltigung einer Siebenjährigen auf einer Münchner Mädchenschule im Oktober 2001 hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt und zur Diskussion über die Sicherheit an Schulen geführt. Ein 19-Jähriger hatte das Kind damals fast umgebracht. Der Mann wurde gefasst und verurteilt, Mitte 2004 nahm sich der Häftling in Straubing das Leben.

Quelle: n-tv.de, sgu/dpa

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