Panorama

Passant schenkte ihnen Rubbellos Obdachlose gewinnen Hauptpreis im Lotto

84083096.jpg

Beim Betteln erhielten die vier Obdachlosen das entscheidende Los.

(Foto: picture alliance / dpa)

Das Schicksal scheint es gut mit ihnen zu meinen: In Nordfrankreich haben vier Obdachlose durch eine glückliche Fügung im Lotto gewonnen. Das entscheidende Los erhielten die jungen Menschen beim Betteln von einem Passanten. Nun dürfen sie sich über mehrere Zehntausend Euro freuen.

Großes Glück vor einem Tabakladen in der französischen Küstenstadt Brest: Vier Obdachlose haben mit einem geschenkten Los den Höchstbetrag von 50.000 Euro gewonnen. Wie die Lottogesellschaft Française des Jeux (FDJ) im bretonischen Plougastel-Daoulas berichtete, bettelten die jungen Menschen ohne feste Unterkunft vor dem Geschäft. Ein Kunde habe ihnen ein Rubbellos im Wert von einem Euro gegeben. Bei einem Besuch in der Zahlstelle hätten sie angegeben, dass jeder von ihnen 12.500 Euro erhalten solle.

Laut Medien soll es sich um drei Männer und eine Frau handeln, die Lottogesellschaft FDJ machte dazu keine Angaben und sprach nur von "SDF". Im Französischen ist das die wenig charmante Abkürzung für Obdachlose ("Sans Domicile Fixe").

"Was für eine Überraschung für die vier, als sie herausfanden, dass sie nicht fünf Euro, sondern 50.000 Euro gewonnen haben", erklärte die Lottogesellschaft. Nach Angaben eines FDJ-Sprechers haben sie noch keine Pläne, was sie mit dem Geld anstellen wollen - außer schnell die Stadt zu verlassen. "Sie wissen nicht, was sie mit einer solch hohen Summe anstellen sollen, aber auf jeden Fall kann es zu einem neuen Leben führen."

"Sie waren außer sich vor Freude, es wird ihnen helfen, wieder in Schwung zu kommen", sagte der Besitzer des Tabakladens. Es ist in Frankreich durchaus üblich, dass Kunden Obdachlosen eine Münze, eine Zigarette oder ein Los geben, wie der Mann berichtete. In dem Laden war von einer Kundin die Rede, die das Glückslos verschenkt habe - ihre Identität sei aber nicht bekannt.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa/AFP