Panorama

Im Papiercontainer übernachtet Obdachloser verunglückt im Mülltransporter

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Mitarbeiter der Müllabfuhr hatten den Mann unter dem Papier nicht bemerkt. (Archivbild)

(Foto: Frank Leonhardt/dpa)

In Nürnberg gerät ein Obdachloser in das Schubwerk eines Mülltransporters und erleidet lebensgefährliche Verletzungen. Er hatte in einem Altpapiercontainer übernachtet. Die Müllabfuhr trifft laut Polizei keine Schuld an dem tragischen Unfall.

Ein Obdachloser, der sich in einem Altpapiercontainer schlafen gelegt hatte, ist in einen Müllwagen gekippt und lebensgefährlich verletzt worden. Arbeiter der Müllabfuhr leerten am Morgen die Tonne im Nürnberger Stadtteil Zerzabelshof - ohne zu wissen, dass darin ein Mensch schlief.

Wie die Polizei mitteilte, wurde der Container ordnungsgemäß auf seinen Inhalt geprüft, bevor er entleert wurde. Der Obdachlose wurde dabei offenbar übersehen. Als der Mülllaster losfuhr, hörte ein Mitarbeiter auf dem Trittbrett des Lkw plötzlich Hilferufe aus dem Laderaum. Sofort ließ er den Lastwagen und das Schubwerk stoppen, das den Papiermüll im Innern zusammenschob.

Zunächst fanden die Müllwerker niemanden. Erst, nachdem sie Altpapier beiseite geschoben hatten, entdeckten sie den lebensgefährlich verletzten 41-Jährigen im Laderaum. Er wurde unverzüglich in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Mann hatte nach ersten Erkenntnissen der Polizei die Nacht in dem Container verbracht und sich mit Altpapier zugedeckt, um sich vor der Kälte zu schützen.

Einen ähnlichen Unfall hatte es im November im US-Bundesstaat Philadelphia gegeben. Auch dort wurde ein Obdachloser aus einer Mülltonne in einen Transporter gekippt. Er erlitt schwere Beinverletzungen.

Quelle: n-tv.de, fhe/dpa