Panorama

Pornografisches für Liebhaber Objekte aus Uhse-Museum werden versteigert

imago53216354h.jpg

Blick in das Beate Uhse Museum in Berlin. Es wurde 2014 geschlossen.

(Foto: imago stock&people)

Exponate aus dem mittlerweile geschlossenen Beate Uhse Museum kommen unter den Hammer. Zu den Ausstellungsstücken, die einen neuen Besitzer suchen, gehören beispielsweise erotische Zeichnungen und historische Sexspielzeuge.

Dildos aus Elfenbein und fein bedruckte Kondome: Mehr als 500 Exponate aus dem ehemaligen Beate Uhse Museum werden am Samstag versteigert. Interessierte können Skulpturen, Zeichnungen und andere erotische Kunstobjekte erwerben, wie das Auktionshaus Historia Auctionata auf seiner Internetseite mitteilt. 

Die Gegenstände stammen demnach aus verschiedenen Epochen und Kulturen, vor allem aus dem asiatischen und afrikanischen Raum. Dazu zählen etwa erotische Zeichnungen von Künstlern wie George Grosz oder Willy Jaeckel. Auch ein Dionysosbecher mit erotischen Motiven, der rund um das Jahr 1600 gefertigt worden sein soll oder hölzerne Bordellmarken aus dem China des 19. Jahrhunderts kommen unter den Hammer. Außerdem zählen zahlreiche Phallusnachbildungen aus verschiedenen Materialien und Uhren sowie Schmuckstücke mit pornographischen Motiven zur Versteigerugsmasse. Das Museum in Berlin-Charlottenburg wurde im Jahr 1995 am Bahnhof Zoo eröffnet, 2014 wurde es geschlossen.

Beate Uhse war nach dem Krieg von der gleichnamigen Unternehmerin in Flensburg gegründet worden und ging 1999 an die Börse. Das Unternehmen konnte nach dem Siegeszug des Internets nicht mehr an die Erfolge der 60er- und 70er-Jahre anschließen und verlor immer mehr Kunden und Marktanteile. Mehrere Anläufe zur Revitalisierung der Marke scheiterten. Der Erotikhandel Beate Uhse meldete im vergangenen Jahr zum zweiten Mal Insolvenz an. Der Wert des Unternehmens liegt heute im wesentlichen im Markennamen, der immer noch über eine hohe Bekanntheit in der Bevölkerung verfügt.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa