Panorama

Stadt Hagen prüft Vorfall Ordnungsamt-Mitarbeiter auf Corona-Demo

Ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes trägt einen Mundschutz an seiner Weste. Foto: Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Dürfen Angestellte der Stadt bei Corona-Demos mitmachen?

(Foto: Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild)

Am Wochenende gehen zwei Ordnungsamt-Mitarbeiter auf die Straße. Nicht, weil sie Knöllchen verteilen wollen, sondern um zusammen mit anderen "Querdenkern" an einer Demonstration teilzunehmen. Der Vorgang bringt die Stadt Hagen in Erklärungsnot.

Nach dem Wirbel um die Teilnahme von zwei Mitarbeitern des Ordnungsamtes in Hagen an einer "Querdenken"-Demo hat die Stadt eine gründliche Aufarbeitung des Vorfalls angekündigt. Erste Gespräche mit den Mitarbeitern hätten stattgefunden. Sie sollen nun die Gelegenheit erhalten, sich ausführlich zu äußern, sagte ein Sprecher der Stadt.

Die beiden hatten am Sonntag an einer Kundgebung gegen Corona-Impfungen teilgenommen, die nach früheren Polizeiangaben der corona-skeptischen "Querdenken"-Bewegung zuzuordnen, aber friedlich und regelkonform verlaufen sei.

Laut Stadtsprecher dürfen städtische Angestellte in ihrer Freizeit grundsätzlich demonstrieren und an Kundgebungen teilnehmen, "vorausgesetzt ihr Auftreten schadet nicht dem Ansehen der Stadt oder widerspricht nicht ihrem Arbeitsauftrag". Diese Punkte sollen nun in "ausführlichen Gesprächen" mit den Mitarbeitern erläutert werden, bevor über mögliche Konsequenzen entschieden werde.

Für Aufregung hatten zudem Fotos in mehreren Medien gesorgt, die eine der beiden Angestellten ohne Maske auf der Demonstration zeigten. Die Frau habe aus gesundheitlichen Gründen schon vor Längerem ein von der Stadt geprüftes ärztliches Attest für eine Befreiung des Mund-Nasen-Schutzes vorgelegt, erklärte die Stadt dazu.

Quelle: ntv.de, cls/dpa