Panorama

Befreiung von Corona-Testpflicht Österreich plant Lockerungen schon nach Erstimpfung

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Für geimpfte Österreicher soll wieder ein bisschen Normalität in den Alltag einkehren.

(Foto: picture alliance / GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com)

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Deutschland und Österreich gleich hoch. Doch bei den Nachbarn stehen noch im Mai weitreichende Lockerungen in Aussicht. Dann sollen Geimpfte Restaurants und Veranstaltungen besuchen dürfen. Die Regierung hofft auf viele Impf-Willige.

In Österreich soll schon bald eine Corona-Erstimpfung als Eintrittskarte für Restaurants, Veranstaltungen und Hotels gelten. Der grüne Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein kündigte im Parlament an, dass dies 21 Tage nach Erhalt der ersten Dosis gelten solle. Die große Parlamentskammer, der Nationalrat, beschloss eine Gesetzesänderung, mit der Geimpfte und Genesene von der Testpflicht befreit werden können, wenn ab 19. Mai Gastronomie, Hotellerie, Sport und Kultur wieder ihre Dienste anbieten.

"Natürlich soll das auch ein Anreiz sein, dass man sich impfen lässt", erklärte Mückstein die Idee hinter der Novelle, die ein erster Schritt zur Einführung des grünen Passes ist, wie das geplante Corona-Zertifikat für Geimpfte, Genesene und Getestete in Österreich genannt wird.

Zum vollständigen Schutz vor dem Coronavirus sind zwei Impfungen nötig. Der zeitliche Abstand zwischen erster und zweiter Dosis liegt bei mRNA-Vakzinen wie Biontech und Moderna bei bis zu sechs Wochen, bei Vektor-Impfstoffen wie Astrazeneca bei maximal zwölf.

Vor den Öffnungsschritten am 19. Mai ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Österreich in den vergangenen Wochen gesunken. Die Sieben-Tage-Inzidenz ging auf zuletzt 147 zurück - derselbe Wert wie in Deutschland. Geschäfte und viele Dienstleister haben seit Montag in allen Bundesländern geöffnet. Nach rund vierwöchigem Lockdown empfingen auch in den Bundesländern Wien und Niederösterreich die Geschäftsleute wieder Kunden. In den restlichen sieben Bundesländern hatte der Handel den Lockdown schon früher beendet.

Die Branche hofft auch dank vieler Sonderangebote auf einen vielversprechenden Neustart. Das sei dringend nötig, sagte der Sprecher des Handelsverbands, Rainer Will, dem TV-Sender Oe24. "Jeder zweite Händler hat Existenzängste." Nicht zuletzt vor Modeläden bildeten sich in Wien teils lange Warteschlangen.

Quelle: ntv.de, chf/dpa

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