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22 Jahre nach Tat Paar von Mordvorwurf freigesprochen

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Das damalige Liebespaar wird nicht strafrechtlich belangt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vor mehr als zwei Jahrzehnten ertrinkt eine Frau in der Badewanne. Der Fall wirkt wie ein Suizid, doch Jahre später bringen DNA-Nachweise die Ermittler auf die Spur ihres Ehemannes - und dessen Geliebter. In einem Prozess wird das damalige Paar nun aber freigesprochen.

Ein damaliges Liebespaar ist im Mordprozess um den rund 22 Jahre zurückliegenden Tod der Ehefrau des Angeklagten vor dem Wiesbadener Landgericht freigesprochen worden. Es sei ein zäher Prozess der Abwägung gewesen, sagte der Vorsitzende Richter. Es habe in dem Indizienprozess trotz widersprüchlicher Aussagen und eines verdächtigen Verhaltens des Mannes keine unzweifelhaften Beweise gegeben, die einen Schuldspruch gerechtfertigt hätten. Gegen das Urteil kann Revision eingelegt werden.

Dem damaligen Ehemann und seiner Geliebten war vorgeworfen worden, im Oktober 1997 die Ehefrau umgebracht zu haben, um an ihr Vermögen zu kommen. Der Fall war schon zu den Akten gelegt worden, doch DNA-Nachweise brachten die Ermittler 2017 auf die Spur des Mannes und der Frau. Laut Anklage sollen die beiden Angeklagten gemeinsam die Ehefrau betäubt und in der Badewanne ertränkt haben. Anschließend hätten sie den Tatort so manipuliert, dass es nach einem Suizid aussah.

Vor Gericht hatte der Mann die Tat bestritten. Weil das Verbrechen nicht zweifelsfrei nachgewiesen worden konnte, hatte zuvor bereits die Staatsanwaltschaft auf Freispruch für die beiden Angeklagten plädiert. Die Verteidigung schloss sich dem Antrag an.

Quelle: n-tv.de, psa/dpa

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