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Papst Franziskus ist bekannt dafür, auch Althergebrachtes neu zu bewerten.
Papst Franziskus ist bekannt dafür, auch Althergebrachtes neu zu bewerten.(Foto: dpa)
Donnerstag, 07. Dezember 2017

Gebetskritik von ganz oben: Papst beanstandet deutsches Vaterunser

"Führe uns nicht in Versuchung" heißt es im wichtigsten Gebet der Christen. Doch das sei eine schlechte Übersetzung, moniert nun Papst Franziskus. Besser gefällt dem Pontifex die Version der Franzosen.

Papst Franziskus hat die Übersetzung des Vaterunser in mehreren Sprachen bemängelt. Die Bitte "Und führe uns nicht in Versuchung", wie sie etwa im Deutschen und Italienischen lautet, sei "keine gute Übersetzung", sagte das katholische Kirchenoberhaupt in einem Interview, das der italienische Sender TV2000 am Mittwochabend ausstrahlte.

"Lass mich nicht in Versuchung geraten", träfe es besser, sagte Franziskus. "Ich bin es, der fällt, aber es ist nicht er, der mich in Versuchung geraten lässt." Ein Vater mache so etwas nicht. "Ein Vater hilft, sofort wieder aufzustehen. Wer dich in Versuchung führt, ist Satan."

In dem Gespräch sagte Franziskus, in Frankreich hätten die Bischöfe aus diesem Grund beschlossen, die offizielle Übersetzung des Vaterunser zu ändern. Die Bitte laute nun: "Lasst uns nicht in Versuchung geraten."

Quelle: n-tv.de

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