Panorama

Todkrankes Baby Papst wünscht sich Respekt für die Eltern

Papst Franziskus nimmt die Eltern eines unheilbar kranken Babys in seine Gebete auf. Der Wunsch von Charlies Eltern, bei ihrem Kind zu bleiben, solle akzeptiert werden, so die Botschaft des Pontifex.

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Der Papst hat sich schon in der Vergangenheit für Kinder mit Behinderungen eingesetzt.

(Foto: AP)

Papst Franziskus hat sich in die Debatte um das Sterben eine britischen Babys eingeschaltet. Der Heilige Vater verfolge mit Zuneigung und Emotion den Fall von Charlie Gard, teilte ein Sprecher des Vatikans in Rom mit. "Er betet für (Charlies Eltern) in dem Wunsch, dass ihr Wille, das eigene Kind bis zum Ende zu begleiten und zu betreuen, respektiert wird."

Der zehn Monate alte Junge leidet an einer seltenen genetischen Erkrankung und liegt mit irreversiblen Gehirnschäden in einem Krankenhaus in London. Die Eltern wollten das Kind für eine experimentelle Therapie in die USA bringen, die sollte das Leiden des Jungen lindern. Die behandelnden Ärzte sind dagegen überzeugt, dass die Therapie nicht helfen würde. Sie forderten deshalb, die Behandlung einstellen zu dürfen, weil sie fürchten, dass der Junge unnötig leidet.

Das oberste Gericht Großbritanniens gab den Ärzten Recht. Auch vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg blieben Charlies Eltern Anfang vergangener Woche ohne Erfolg. Die Abschaltung der Maschinen, die ihn am Leben halten, war ursprünglich für Freitag geplant, wurde jedoch auf Wunsch der Eltern verschoben und wird nun für die kommenden Tage erwartet. 

Quelle: ntv.de, gje/dpa