Panorama

Offenbar bei Kälte ausgesetzt Passanten finden Neugeborenes in Gebüsch

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Spaziergänger hörten Schreie und fanden das Kind. (Symbolbild)

(Foto: picture alliance / dpa)

Bei einem abendlichen Spaziergang hören Passanten Schreie. In einem Gebüsch finden sie ein wenige Stunden altes Baby. Der kleine Junge hätte die "viel, viel" zu kalten Temperaturen nicht lange überlebt. Von den Eltern fehlt jede Spur.

Nach dem Fund eines Neugeborenen in einem Gebüsch sucht die Polizei in Rüsselsheim nach den Eltern. Spaziergänger hatten den Säugling in einem Handtuch gewickelt in der Nähe eines kleinen Flusses entdeckt, nachdem sie Schreie gehört hatten. Das teilte die Polizei mit. Die Passanten wählten am Freitagabend umgehend den Notruf.

Wäre das wenige Stunden alte Baby nicht entdeckt worden, wäre es bei den kalten Temperaturen in der Nacht "vermutlich erfroren", sagte ein Polizeisprecher. "Das wäre nicht lange gut gegangen, für so ein kleines Baby war es viel, viel zu kalt." Der kleine Junge kam ins Krankenhaus. Er sei wohlauf, sein Gesundheitszustand sei stabil.

Da sich bislang weder die Mutter noch andere Verwandte gemeldet haben, geht die Polizei davon aus, dass das Kind ausgesetzt wurde. Lange könne es nicht im Gebüsch gelegen haben. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Im Laufe des Tages erhielt die Polizei nur wenige Hinweise, von den Eltern fehlte weiter jede Spur. Es hätten sich aber mehrere Paare gemeldet, die das Kind sofort und liebend gern aufnehmen und großziehen würden, sagte der Sprecher. "Auch Windelspenden sind uns schon angeboten worden."

Quelle: ntv.de, mra/dpa