Während RamadanPausenbrot sorgt für Streit an Schule in Kleve

Gläubige Muslime verzichten während Ramadan jeden Tag bis zum Sonnenuntergang auf Essen und Trinken. An einer Gesamtschule in Kleve soll das Pausenbrot zwischen fastenden und nicht fastenden Schülern Spannung erzeugt haben.
In einer Schule in Nordrhein-Westfalen soll es während des Ramadans zu Konflikten zwischen fastenden und nicht fastenden Schülern gekommen sein. Man sei mit der Schulleitung in Kleve in Kontakt und werde den Sachverhalt mit der gebotenen Sorgfalt klären, teilte eine Sprecherin der zuständigen Schulaufsichtsbehörde, der Bezirksregierung Düsseldorf, mit.
Während des noch laufenden Fastenmonats Ramadan sollen an einer Gesamtschule nicht fastende Schüler mit ihrem Pausenbrot fastende muslimische Schüler provoziert haben. Umgekehrt sollen fastende Schüler die anderen aufgefordert haben, ihr Pausenbrot wegzuwerfen und auch zu fasten, berichtete die "Bild"-Zeitung. Eine Lehrerin soll beide Gruppen aufgefordert haben, sich wegzudrehen. Weder die fastenden noch die essenden Schüler sollten jeweils durch die andere Gruppe gestört werden.
"Klar ist beispielsweise, dass niemand in der Schule gezwungen werden darf, seine Religion in einer bestimmten Art und Weise auszuüben. Fällen, in denen Schülerinnen und Schüler versuchen, ihren Mitschülerinnen und -schülern religiöse Vorschriften zu machen, wird an Schulen konsequent nachgegangen", teilte die Bezirksregierung mit.
Aus dem Schulministerium in Düsseldorf hieß es: "Grundlage des Schullebens an allen Schulen in Nordrhein-Westfalen ist ein respektvolles Miteinander. Daher nimmt das Schulministerium die geschilderten Vorwürfe ernst."
Während des Ramadans, der in diesem Jahr am 19. März endet, verzichten gläubige Muslime jeden Tag von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang unter anderem auf Essen und Trinken. Abends kommen die Menschen traditionell zusammen, um das Fasten zu brechen.