Kuriose Aktion in ÖsterreichPferd Frieda fährt beinahe mit der Bahn

Als in Österreich ein Mann mit Pferd versucht, in eine Regionalbahn einzusteigen, sind die Fahrgäste einigermaßen erstaunt. Frieda darf aber nicht allzu lange bleiben. Hinter der Aktion steckt cleveres Guerilla-Marketing - die Bahn nimmt es mit Humor.
In Österreich hat eine kuriose Werbeaktion mit einem Pferd in einer Regionalbahn für Aufsehen gesorgt. Ein Mann versuchte mit seinem Pferd Frieda ein paar Stationen im Zug mitzufahren. Startpunkt der Reise war der Bahnhof in Bad Mitterndorf in der Steiermark. Fahrgäste hielten die Situation mit der Handykamera fest. In einem Youtube-Video ist zu sehen, wie Pferdebesitzer Benni vom Personal in der ersten Bahn direkt abgewiesen wird.
"Gibt es da eine Gewichtsregel?", fragt der Besitzer. Doch der Zugführer kennt kein Erbarmen: "Nein, ohne Spaß, das geht nicht", sagt der ÖBB-Mitarbeiter. "Weil das Viech z'groß is", schiebt er noch im regionalen Dialekt hinterher. Bei der nächsten Bahn ist das Gespann schon etwas erfolgreicher: Besitzer und Pferd schaffen es zumindest in den Wagen des REX 3415, der nach Attnang-Puchheim in Oberösterreich fährt. Pferd Frieda nimmt alles ziemlich gelassen, muss aber trotzdem wieder raus. Und das, obwohl der Besitzer vorher extra Fahrkarten am Automaten gezogen hatte.
Zumindest die Fahrgäste haben kurzzeitig Spaß und greifen verwundert zu ihren Smartphones, um das Pferd zu fotografieren. Die ganze Aktion wird von Begleitern gefilmt und das Ergebnis via Youtube veröffentlicht. Im Internet fragen sich darauf einige, ob das wirklich geschehen oder ein Witz ist.
Tatsächlich ist die Aktion kein Fake. Dahinter verbirgt sich cleveres Guerilla-Marketing: Das bahnfahrende Pferd ist jetzt immerhin in ganz Österreich bekannt, weil Fotos und Videos in den sozialen Netzwerken kursieren. Genau das wollten die Macher des Videos mit ihrer Aktion erzielen. Denn am Ende des Films wird auf einen Pferdehof in Bad Mitterndorf in der Steiermark hingewiesen.
Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) nehmen den Vorfall bei Twitter mit viel Humor: "Nachahmung wird nicht emFOHLEN." Später machte die Eisenbahngesellschaft aber deutlich, dass der Transport von Pferden in den Zügen "selbstverständlich" nicht gestattet sei. "Wir hoffen, dass dies eine einmalige Sache bleibt und keine Nachahmungstäter findet", sagte ÖBB-Sprecherin Julianne Pamme der österreichischen Nachrichtenagentur APA.