Panorama

15 Jahre gesiebte Luft"Pink Panther" verurteilt

29.05.2009, 12:15 Uhr
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Rifat Hadziahmetovic soll ebenfalls ein "Pink Panther" sein. Er wurde auf Zypern gefasst. (Foto: REUTERS)

Zwei Mitglieder der weltweit aktiven Juwelenräuberbande "Pink Panther" sind in Frankreich zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der montenegrinische Ex-Soldat Dusko Martinovic und ein in Abwesenheit verurteilter Komplize müssen wegen eines Raubes im schicken Badeort Saint-Tropez zudem je 150.000 Euro Strafe zahlen, wie ein Gericht in Draguignan festsetzte. Der 34-jährige Mittäter ist auf der Flucht.

Martinovic werde das Urteil anfechten, kündigte sein Anwalt an. Die Räuber hatten im August vor vier Jahren einen Juwelierladen in St. Tropez an der Côte d'Azur ausgeraubt und Schmuck im Wert von zwei Millionen Euro erbeutet. Die Täter flüchteten zu Fuß zum Hafen, wo ein Schnellboot auf sie wartete; danach verschwanden sie. Die niederländische Polizei kam ihnen durch abgehörte Gespräche auf die Spur.

Den "Pink Panthern" werden mehr als hundert bewaffnete Raubüberfälle zugeschrieben, auch in Deutschland, Österreich und Großbritannien, in der Schweiz, Liechtenstein und Dubai. Ihre Beute beläuft sich mittlerweile auf rund 110 Millionen Euro. Die internationale Polizeibehörde Interpol hat eine eigene Arbeitsgruppe, die sich mit den Juwelenräubern befasst. Bislang sind aber nur wenige Täter hinter Schloss und Riegel. Die Verbrecherbande soll etwa 200 Mann stark sein, zumeist frühere Söldner aus Ex-Jugoslawien.

Den harmlos klingenden Spitznamen haben die Räuber von britischen Ermittlern, die vor einigen Jahren einen gestohlenen Edelstein in einer Cremedose fanden - wie die Polizei in der Kriminalkomödie "Der Rosarote Panther" mit Peter Sellers von 1963.

Quelle: AFP