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Ermittlungen zu "movie2k.to" Polizei beschlagnahmt Bitcoin-Vermögen

Die ehemaligen Betreiber von

Die ehemaligen Betreiber von "movie2k.to" haben die Bitcoins für Immobilienkäufe genutzt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei den Ex-Betreibern des einst führenden Raubkopienportals "movie2k.to" beschlagnahmt die Polizei Bitcoins im Wert von 25 Millionen Euro. Sie haben die Gewinne aus Abofallen vor allem genutzt, um die Digitalwährung zu erwerben. Der Kopf der illegalen Streamingseite ist noch auf der Flucht.

Im Rahmen der Ermittlungen gegen die Betreiber des illegalen Filmportals "movie2k.to" haben die Behörden Bitcoins im Wert von mehr als 25 Millionen Euro beschlagnahmt. Die Sicherstellung sei am Montag erfolgt, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Dresden nun mit. Der Programmierer des einst führenden deutschen Raubkopienportals habe die Bitcoins freiwillig herausgegeben.

Dem Programmierer und einem noch flüchtigen Mittäter wird vorgeworfen, als Hauptbetreiber zusammen mit weiteren Beteiligten von Herbst 2008 bis Mai 2013 über 880.000 Raubkopien von Filmen über das Portal "movie2k.to" verbreitet zu haben. Zudem sollen sie einen illegalen Streamingservice betrieben haben.

Die beiden Hauptbetreiber des illegalen Portals haben laut Generalstaatsanwaltschaft die aus Werbung und Einnahmen aus Abofallen erzielten Gewinne seit Mitte 2012 dazu genutzt, in großem Umfang die Internetwährung Bitcoin anzukaufen. Davon bekam der Programmierer über 22.000 Bitcoins. Von Herbst 2013 bis Mitte 2016 habe er die Bitcoins überwiegend dazu verwendet, über einen Immobilienunternehmer verschiedene Immobilien zu erwerben.

Der Programmierer sowie der Immobilienunternehmer aus Berlin, gegen den wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen Geldwäsche ermittelt wird, befinden sich seit November 2019 in Untersuchungshaft. Sie haben den Angaben der Generalstaatsanwaltschaft zufolge umfassende Geständnisse abgelegt und unterstützen die Strafverfolgungsbehörden bei den weiteren Ermittlungen gegen den noch flüchtigen zweiten Hauptbetreiber.

Quelle: ntv.de, ysc/dpa