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In diesem Wohnhaus im bayrischen Petershausen hat die Polizei zwei Frauenleichen gefunden.
In diesem Wohnhaus im bayrischen Petershausen hat die Polizei zwei Frauenleichen gefunden.(Foto: dpa)
Dienstag, 13. Februar 2018

Tatverdächtiger schweigt: Polizei entdeckt zwei Frauenleichen

Zwei Frauen machen sich auf den Weg zu einem Bekannten - und kehren nicht wieder zurück. Schließlich öffnet die Polizei die Wohnung des Mannes. Dort entdecken sie die Leichen der Frauen. Offenbar sind sie einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen.

In einer Wohnung in Bayern sind zwei tote Frauen gefunden worden. Gegen einen 53-Jährigen wird wegen zweifachen Mordes ermittelt, er wurde festgenommen, so die Polizei. Ein Haftbefehl sei beantragt, noch am Dienstag solle der Mann einem Richter vorgeführt werden.

Die beiden 40 Jahre alten Freundinnen aus Dachau waren am Montag von Angehörigen als vermisst gemeldet worden. Sie waren seit Samstag verschollen. Angehörige hatten der Polizei gesagt, dass die beiden nach Petershausen im Landkreis Dachau fahren wollten.

Daraufhin überprüfte die Polizei eine mögliche Kontaktadresse in Petershausen. Als die Beamten dann die Wohnung öffneten, fanden sie die toten Frauen. Auch den Tatverdächtigen trafen die Beamten in der Wohnung an. "Was wir bisher wissen, ist, dass es eine Bekanntschaft gab zwischen den Opfern und dem Täter", sagte Polizeisprecher Peter Grießer.

Der 53-Jährige habe sich aber bisher nicht zu dem Geschehen geäußert. Der Bayerische Rundfunk berichtete, dass der Mann psychisch krank gewesen sein soll. Aufgrund der Spuren in der Wohnung gehen die Ermittler von einem Gewaltverbrechen aus. Aus ermittlungstaktischen Gründen sagte die Polizei nichts dazu, was sich in der Wohnung abgespielt haben könnte. Die Obduktion der beiden Leichen habe aber unter anderem Gewalteinwirkung gegen den Hals ergeben. Die Polizei ermittelt nun im Umfeld der Opfer und des Mannes, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen. Die Ermittlungen seien aufwendig, so der Polizeisprecher. "Jetzt ist akribische Kleinarbeit zu leisten."

Quelle: n-tv.de