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Das Gefängnis Buimo ist für 400 Häftlinge ausgelegt - untergebracht sind dort doppelt so viele Insassen.
Das Gefängnis Buimo ist für 400 Häftlinge ausgelegt - untergebracht sind dort doppelt so viele Insassen.(Foto: REUTERS)
Montag, 15. Mai 2017

Ausbruch in Papua-Neuguinea: Polizei erschießt 17 Häftlinge auf der Flucht

Immer wieder wagen Insassen eines völlig überfüllten Gefängnisses im Pazifikstaat Papua-Neuguinea den Ausbruch - und immer wieder gibt es bei dem Versuch Tote. Auch dieses Mal sterben 17 Häftlinge. Weitere 57 Insassen sind noch auf der Flucht.

Beim Versuch, aus einem völlig überfüllten Gefängnis auszubrechen, sind im Pazifikstaat Papua-Neuguinea mindestens 17 Häftlinge erschossen worden. Die Männer seien von Sicherheitskräften getötet worden, die den Ausbruch aus einem Gefängnis der Stadt Lae im Osten des Landes verhindern wollten, berichteten lokale Medien. Mehr als 50 Häftlingen sei die Flucht jedoch gelungen.

In der Haftanstalt Buimo - einer der größten des Landes - verbüßten nach einem Bericht des Fernsehsenders EMTV mehr als 800 Männer ihre Strafe. Eigentlich sei dort jedoch nur Platz für 400 Insassen. Seit 2014 kam es dort jedes Jahr zu einem größeren Ausbruchsversuch. Im vergangenen Jahr wurden dabei zwölf Männer erschossen.

Der neue Ausbruchsversuch ereignete sich bereits am Freitag, wurde aber erst jetzt bekannt. Mindestens 57 Häftlinge sind nach wie vor auf freiem Fuß. Der örtliche Polizeichef Anthony Wagambie rief die Bevölkerung über die Zeitung "Post Courier" auf, wachsam zu sein. "Das sind unerwünschte Leute. Sie bedeuten eine Gefahr für die Gemeinschaft."

Die Polizei warnte Freunde und Verwandte der entflohenen Häftlinge davor, ihnen Zuflucht zu gewähren. Der Großteil von ihnen sitze wegen schwerer Straftaten hinter Gittern.

Quelle: n-tv.de

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