Panorama

Dreifachmord in Villingendorf Polizei fahndet nach Todesschützen

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Mit diesem Fahnungsfoto sucht die Polizei nach dem tatverdächtigen 40-Jährigen.

dpa

Der mutmaßliche Todesschütze von Villingendorf bei Rottweil hat schon früher Straftaten begangen. Er sei wegen Körperverletzungsdelikten und Bedrohungsdelikten vorbelastet, sagte die Polizei in Villingendorf. Zu Haftstrafen sei er aber nicht verurteilt worden. Die Polizei teilte zudem mit, es sei nicht gesichert, dass der tatverdächtige 40-Jährige überhaupt noch lebe. Die Polizei sucht mit einem Großaufgebot nach ihm.

Der Kroate Drazen Dakic soll am Donnerstagabend drei Menschen, darunter seinen sechsjährigen Sohn, erschossen haben. Die Mutter des Kindes, die ebenfalls am Tatort war, ist der Polizei zufolge in Sicherheit. In der Nacht war die Polizei mit einem Großaufgebot vor dem Wohnhaus in Villingendorf angerückt, Anwohner konnten nicht aus ihren Häusern. Während die Beamten vor Ort waren, sollen weitere Schüsse in einem naheliegenden Waldgebiet gefallen sein. Ob dies in Zusammenhang mit den Morden steht, ist unklar.

Mittlerweile hat die Polizei eine Öffentlichkeitsfahnung herausgegeben. Demnach gilt der der 40-Jährige mit womöglich "verwandtschaftlichen Beziehungen" zu einem oder mehreren Opfern als dringend tatverdächtig. Die Fahndung sei auf Autobahnen in ganz Baden-Württemberg ausgeweitet worden, auch die Grenzstellen seien informiert.

Polizei zeigt weiterhin Präsenz

Die ersten Schüsse sollen demnach gegen 22 Uhr gefallen sein. Daraufhin wurde die Polizei gerufen. Einer Frau gelang die Flucht aus ihrer eigenen Wohnung, als der Täter zu schießen begann. In der Wohnung blieben ihr sechsjähriger Sohn sowie eine 29-jährige Frau und ein 34 Jahre alter Mann, die in dem Haus zu Besuch waren, zurück - sie alle starben. Als Motiv geht die Polizei von einer Beziehungstat aus.

 "Zur Beruhigung und zum Schutze der Anwohner ist die Polizei nach wie vor mit einer großen Zahl von Beamten in Villingendorf präsent", teilten die Ermittler mit. "Derzeit besteht keine Veranlassung dazu, von einem geregelten Tagesablauf wie Schulbesuchen, Einkäufen oder dergleichen abzuweichen."

Quelle: n-tv.de, mba/jwu/jug/dpa/AFP

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