Panorama

Neue Mitglieder angeworben Polizei fasst mutmaßliches IS-Mitglied

Ein Polizist mit Handschellen und einer Pistole am Gürtel steht vor einem Streifenwagen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archivbild

Beamte in Hamburg nahmen den 28-Jährigen fest.

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

In Hamburg nimmt die Polizei einen 28-jährigen Deutschen fest. Er soll der Terrormiliz Islamischer Staat angehören und in Syrien gelebt haben. Ihm wird vorgeworfen, in Deutschland jahrelang für neue Mitglieder geworben zu haben. Auch an einer Schleusung soll der Verdächtige beteiligt gewesen sein.

Die deutschen Sicherheitsbehörden haben in Hamburg ein mutmaßliches Mitglied der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen. Der 28-jährige Deutsche stehe im Verdacht, sich hierzulande an der Gewinnung neuer IS-Unterstützer beteiligt und 2014 die Schleusung eines Freiwilligen in IS-Gebiete in Syrien organisiert zu haben, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit.

Der Beschuldigte verbrachte demnach Ende 2013 und Anfang 2014 selbst einige Monate beim IS in Syrien und durchlief dort eine militärische Ausbildung. Im März 2014 kehrte er nach Deutschland zurück und warb neue Mitglieder an. Bei der Ausreise eines Angeworbenen diente er laut Anklagebehörde als "Bindeglied" und wickelte die Kommunikation ab.

Gegen den Verdächtigen lag seit dem 11. April ein Haftbefehl wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Organisation vor. Er wurde von Beamten des Hamburger Landeskriminalamts festgenommen. Er sollte nach Karlsruhe gebracht werden, um dem Haftrichter beim Bundesgerichtshof vorgeführt zu werden. Dieser entscheidet über die Untersuchungshaft.

Quelle: n-tv.de, vck/AFP/dpa

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