Panorama

Neuer Höhepunkt der Gewalt Polizei findet 18 Tote in Mexiko

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Teilnehmer des "March for Peace" im Januar dieses Jahres. Mexiko gehört zu den gefährlichsten Ländern der Welt außerhalb von Kriegsgebieten.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

Blutige Bandenkriege sind in vielen Gegenden Mexikos Alltag. Im Bundesstaat Chihuahua ist die Gewalt erneut eskaliert. Am Schauplatz des Verbrechens entdeckt die Polizei neben vielen Leichen auch zwei Granaten.

Bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei mutmaßlichen kriminellen Organisationen in Mexiko sind 19 Menschen ums Leben gekommen. Die Sicherheitskräfte seien am Freitagabend über den Vorfall in der Gemeinde Madera informiert worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft des nordwestlichen Bundesstaates Chihuahua mit. Zu dem Zeitpunkt war das Morden schon beendet.

Am Ort des Geschehens hätten die Beamten 18 Leichen und zwei bewaffnete Verletzte vorgefunden, von denen einer später im Krankenhaus gestorben sei. Zudem seien 18 Waffen, zwei Granaten und zwei Fahrzeuge sichergestellt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittle gemeinsam mit der Armee.

Mexiko erlebt seit Jahren sehr hohe Gewaltraten, die zu einem großen Teil auf das Konto von Banden gehen, die in Drogenhandel, Entführungen und Erpressung verwickelt sind. Diese haben oft Verbindungen zu örtlichen Sicherheitskräften. Im vergangenen Jahr wurden in dem lateinamerikanischen Land fast 100 Mordopfer pro Tag registriert. Die meisten Verbrechen in Mexiko werden nie aufgeklärt, geschweige denn geahndet.

Quelle: ntv.de, ino/dpa