Panorama

Kunstprojekt oder Waffe? Polizei konfisziert Kokosnuss-Kanone

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Selbst wenn die Kanone zu einem Kunstprojekt gehört - die Polizei warnte vor der Gefahr der Waffe.

Manchmal staunt selbst die Berliner Polizei. Im Stadtteil Schöneberg stellen die Beamten eine Kanone sicher - die mit Kokosnüssen schießt. Was lustig klingt, wäre fast ins Auge gegangen.

Die Berliner Polizei hat eine Kokosnuss-Kanone sichergestellt, die eine Gruppe von Studenten selbst gebaut hatte. Auf Facebook veröffentlichte die Behörde Fotos der fünf Meter langen und zwei Meter hohen Metallkonstruktion.

Alarmiert worden waren die Beamten von einem Hundebesitzer, der nach seinen Angaben am Abend des 1. März auf seiner Gassi-Runde in Berlin-Schöneberg beinahe von einem Geschoss getroffen worden war.

Nach einem Bericht des Magazins "Monopol" ist das mit Druckluft betriebene Konstrukt ein Kunstprojekt mit dem Titel "The Purchase of the South Pole", die der Schweizer Künstler Julian Charrière für die erste Ausgabe der Antarctic-Biennale gebaut hat.

Auf der Kunstmesse sollte die Kanone Kokosnüsse abfeuern, die Charrière von einer Reise zum Bikini-Atoll mitgebracht hatte, schrieb das Magazin. Die Antarctic-Biennale findet unter Schirmherrschaft der Unesco ab Freitag in der Antarktis statt. Im Katalog des Projekts wird Charrière als teilnehmender Künstler erwähnt.

Nach Polizeiangaben zeigte sich der Künstler verantwortlich für das Projekt. Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt nun wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. So skurril die Sache auch sei - es sei gefährlich und leichtsinnig gewesen, die Kanone ohne Sicherheitsvorkehrungen zu testen, hieß es von der Polizei.

Quelle: n-tv.de, mli/dpa

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