Panorama

Nach Mord an RadfahrerPolizei lässt Mann nach Tatverdacht laufen

06.06.2016, 15:25 Uhr
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Das 28-jährige Opfer war auf offener Straße erschossen worden. (Foto: dpa)

Mitten am Tag schießt ein Unbekannter auf einen Radfahrer in Hamburg-Bergedorf und verletzt ihn tödlich. Zwei weitere Menschen entkommen dem Schützen nur durch Glück. Ein erster Verdacht gegen einen 33-jährigen Deutschen bestätigt sich zunächst nicht.

Nach den tödlichen Schüssen auf einen Radfahrer in Hamburger Stadtteil Bergedorf ist ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Wie die Polizei bestätigte, handelt es sich um einen 33 Jahre alten Deutschen, auf den die Zeugenbeschreibungen gepässt hätten. Er sei in seiner Wohnung in Hamburg-Allermöhe festgenommen worden. Nachdem der Tatverdacht gegen ihn aber nicht konkretisiert werden konnte, sei er wieder freigelassen worden.

Nun fahndet die Polizei weiter nach dem Täter. Er hatte am Sonntag mehrere Schüsse "aus einer Handfeuerwaffe" auf sein 28-jähriges Opfer abgegeben. Die Kugeln trafen den Radfahrer in Kopf und Brustkorb. Noch im Krankenwagen habe er reanimiert werden müssen, sei dann aber im Krankenhaus gestorben. Drei 15-jährige Mädchen, die den Mord mitangesehen hatten, mussten mit einem Schock ins Krankenhaus gebracht werden.

Auch eine Mutter mit Kind, deren Auto von einem Schuss getroffen wurde, reagierte schockiert. Die 34-Jährige hatte in unmittelbarer Nähe des Tatorts auf einer Brücke in Hamburg-Bergedorf halten müssen, um einen entgegenkommenden Wagen durchzulassen. Dabei sah sie, wie ein Mann eine Pistole in Richtung ihres Autos hielt. Obwohl sie sofort Gas gab, traf ein Schuss einen Hinterreifen. Sie selbst und ihr sechsjähriger Junge blieben unverletzt.

Von Zeugen war der Schütze als 20 bis 25 Jahre alter Mann mit "osteuropäischem Erscheinungsbild" sowie kurzen und hellen Haaren beschrieben worden. Er sei mit einem dunklem Base-Cap, weißem T-Shirt und Shorts bekleidet gewesen. Die Polizei hatte noch am Tattag um Hinweise zu dem Täter gebeten.

Quelle: ntv.de, jug/dpa

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