Panorama

Verstoß gegen Corona-Regeln Polizei löst Swingerparty mit 40 Gästen auf

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Die Teilnehmer der Sexparty kamen aus verschiedenen Bundesländern.

(Foto: imago/Scanpix)

Wegen der Corona-Pandemie sind Veranstaltungen derzeit verboten - das gilt auch für Sexpartys. In Karlsruhe erwischt die Polizei nun rund 40 leicht bekleidete Personen in einem Hotel. Die Männer und Frauen hatten sich verabredet, um gemeinsam ihrer Lust zu frönen.

Die Polizei hat am Wochenende eine illegale Sexparty in Karlsruhe beendet. Die rund 40 "überwiegend nur sehr spärlich" bekleideten Frauen und Männer seien in flagranti in einem Hotel von Beamten erwischt worden, teilte die Polizei mit. Die Menschen im Alter zwischen Mitte 20 und Mitte 50 mussten sich schleunigst anziehen und am Samstagabend das Hotel verlassen - vorher aber noch den Polizisten ihre Daten geben. Denn gegen jeden aus der Gruppe wird nun wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln ermittelt.

Die Teilnehmer seien aus verschiedenen Teilen Baden-Württembergs sowie aus Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen angereist. Das Hotel wurde teilweise zu einem Swingerklub umfunktioniert. Nach Angaben eines Polizeisprechers mussten die Partygäste knapp 100 Euro Eintritt zahlen. In dem Hotel habe es Räume gegeben, die als Umkleide genutzt wurden.

Details zum Ablauf der Swingerparty wollte der Sprecher nicht nennen - fest stand zunächst nur, dass die Leute nicht einmal Mund-Nasen-Schutz trugen. Wer die Sexparty wie genau organisiert hatte, war zunächst unklar.

Bereits im Sommer hatte die Polizei im Hamburger Bezirk Bergedorf eine ähnliche Veranstaltung aufgelöst. Damals sei über Facebook unter dem Motto "Your Pride Fuck is not cancelled" zu einer Sexparty aufgerufen worden, teilte die Polizei Anfang August mit. Sogar einen Shuttle-Service vom S-Bahnhof Tiefstack habe es gegeben.

Als die Polizei einem Shuttlebus gefolgt sei, hätten die Beamten in einem leerstehenden und nach außen abgedunkelten Firmengebäude mehrere Dutzend teils leicht bekleidete Gäste angetroffen. Es habe sich um eine "sexuell offene Veranstaltung" mit Séparées und ausliegenden Kondomen gehandelt. Außerdem sei getanzt worden. Ordnungswidrigkeitsverfahren seien in dem Fall eingeleitet worden, so die Polizei.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa