Panorama

Mutmaßlicher Autodieb gestopptPolizei schießt auf flüchtenden Fahrer in Berlin

29.04.2026, 16:32 Uhr
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Einsatzkräfte der Polizei stehen am Einsatzort in der Nähe der Wuhlheide und der Alten Försterei in Berlin. (Foto: picture alliance/dpa)

Die Polizei will am Mittag im Berliner Bezirk Köpenick einen Wagen kontrollieren. Doch anstatt anzuhalten, drückt der Fahrer aufs Gaspedal. Beamte ziehen ihre Waffen. Es fallen Schüsse.

Ein mutmaßlicher Autodieb hat in Berlin-Köpenick auf der Flucht vor der Polizei mehrere Unfälle verursacht und einen Radfahrer schwer verletzt. Der 35-Jährige sei nahe dem Stadion des Bundesligisten Union Berlin an der Alten Försterei gestoppt und festgenommen worden. Im Zuge der Festnahme schoss die Polizei nach eigenen Angaben auf den Wagen. Der Mann sei nicht getroffen worden. Ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Der verletzte Radfahrer kam laut "Bild"-Zeitung mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus. Der festgenommene Autofahrer erlitt laut Polizei leichte Schnittverletzungen.

Vor der Festnahme hatte die Polizei Sperren auf einem Parkplatz errichtet. Der Mann sei mit aufheulendem Motor an einem Betonpoller gelandet. Zuvor hatte er den Wagen eines Lieferdienstes gestohlen. Wie viele Unfälle er auf der Flucht vor der Polizei verursacht hat, wird noch ermittelt. Er soll nach Informationen der "Bild"-Zeitung unter anderem einen Klein-Lkw eines Bauarbeiters von der Straße gerammt haben, der versucht haben soll, ihn zu stoppen.

Die Zeitung berichtete weiter, dass es sich bei dem gestohlenen Fahrzeug um ein Amazon-Lieferfahrzeug handeln soll. Demnach ist der mutmaßliche Autodieb "mit hoher Geschwindigkeit" auf die Polizisten zugerast. Nach Informationen des Blatts schossen die Polizisten auf das Auto und setzten einen Taser gegen den Flüchtenden ein. So sei er schließlich niedergestreckt und festgenommen worden. Die Verfolgung sei mit Blaulicht über mehrere Straßenzüge erfolgt. Der flüchtende Autofahrer habe laut Polizei keine Schussverletzung erlitten. Die Ermittlungen gegen den Mann dauerten an.

Quelle: ntv.de, gut/dpa

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