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Tausende wollen ins Möbelhaus Polizei stoppt Mega-Versteckspiel bei Ikea

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Ikea ließ die ambitionierten Versteckspieler gar nicht erst in die Filiale.

(Foto: imago)

In Schränken, unter Betten, hinter Vorhängen - die Versteckmöglichkeiten in einer Ikea-Filiale sind beinahe unbegrenzt. Im schottischen Glasgow verabreden sich deshalb 3000 Menschen zum gemeinsamen Versteckspiel im Möbelhaus. Doch die Polizei stoppt den Spaß, bevor er beginnt.

Verstecken spielen verliert in den eigenen vier Wänden mit steigendem Alter irgendwie seinen Reiz, schließlich nimmt die Zahl der Verstecke mit zunehmender Körpergröße und -breite ab. In der gigantischen Wohnlandschaft eines Ikea-Möbelhauses sieht das ganz anders aus, die Anzahl möglicher Orte scheint hier riesig zu sein. Das ist auch vielen Menschen im schottischen Glasgow nicht entgangen, die sich auf Facebook zum Versteckspielen bei Ikea verabredeten. Weil sich ganze 3000 Menschen für die Idee begeisterten, musste am Ende sogar die Polizei anrücken.

Laut der schottischen Nachrichtenseite Scotsman.com wurde die Polizei am vergangenen Samstag zu dem Ikea-Markt gerufen, nachdem Mitarbeiter des Shoppingkomplexes auf Facebook einen Thread zum Versteckspiel der Superlative entdeckten. Bereits mehr als 3000 - vorwiegend junge Leute - hatten darin angekündigt, sich auf den Weg zu Ikea zu machen und das Möbelhaus in eine gigantische Spielwiese zu verwandeln.

Nachdem das Möbelhaus die Polizei kontaktiert hatte, entsandte diese fünf Beamte und brachte zur Verstärkung zusätzliches Sicherheitspersonal mit. Gruppen von Jugendlichen, die der Polizei zufolge aussahen, als seien sie lediglich zum Spielen gekommen, wurden von den Beamten wieder weggeschickt. Die Polizisten waren vor Ort, bis das Geschäft um 20 Uhr schloss. Der Zustrom der Menschen ließ laut der Website aber ohnehin nach, nachdem die Kunde vom Spielabbruch auf Social Media verbreitet wurde.

"Wir wissen es zu schätzen, dass Spiele in unseren Läden für manche attraktiv scheinen", zitiert scotsman.com Rob Cooper, den Manager des Glasgower Ikea-Markts. "Wir erlauben diese Art von Aktivität allerdings nicht, weil wir unseren Kunden eine sichere Umgebung und ein entspanntes Einkaufserlebnis bieten möchten."

Die Idee zum Versteckspiel bei Ikea ist übrigens nicht neu: Schon 2014 gab es mehrere solcher Events. Für eine Aktion in Eindhoven meldeten sich damals 32.000 Facebook-Nutzer an, in Amsterdam waren es 19.000. 2015 verbot Ikea die Veranstaltungen dann. "Wir müssen sicher sein, dass die Menschen in Sicherheit sind, und das ist schwer, wenn wir nicht wissen, wo sie sind", begründete ein Unternehmenssprecher das Verbot.

Quelle: n-tv.de, ftü

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