Panorama

Floh der Täter nach Deutschland? Polizei warnt vor Kettensägen-Angreifer

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Mit diesen Bildern fahndet die Polizei nach Franz Wrousis.

(Foto: REUTERS)

Die Polizei hat eigenen Angaben zufolge "keine Ahnung", wo Franz Wrousis steckt. Der 51-Jährige gilt als psychisch auffällig und aggressiv. Seit Jahren lebt er abseits der Zivilisation in Wäldern. Nun soll er gezielt ein Versicherungsbüro angegriffen haben.

Beim mutmaßlichen Kettensägenangreifer von Schaffhausen handelt es sich der Polizei zufolge um einen Wohnungslosen, der seit Jahren vorwiegend in Wäldern lebt. Der weiterhin flüchtige Franz Wrousis sei bereits zweimal wegen Verstößen gegen das Waffengesetz verurteilt worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Schaffhausen auf einer Pressekonferenz mit.

Wrousis sei "psychisch auffällig" und möglicherweise gefährlich. Man müsse davon ausgehen, dass er die Kettensäge, mit der er am Morgen fünf Menschen in einem Versicherungsbüro verletzt haben soll, bei sich führe. "Eine weitere Bewaffnung ist nicht auszuschließen", hieß es weiter.

Derzeit beteiligen sich laut Polizei mehr als 100 Beamte an der Fahndung nach Wrousis. Es sei nicht auszuschließen, dass er über die nahe Grenze nach Deutschland geflohen sein könnte. "Wir haben keine Ahnung, wo er ist", sagt der Schaffhausener Polizei-Major Ravi Landolt. Er warnte die Öffentlichkeit, sich dem Verdächtigen zu nähern. Besonders, wenn er sich in die Enge getrieben fühle, könne er aggressiv werden. Personen, die Wrousis antreffen, sollten umgehend die Behörden informieren, so Landolt.

Nach bisherigem Ermittlungsstand gehen Polizei und Staatsanwaltschaft davon aus, dass Wrousis Tat sich gezielt gegen die CSS-Krankenversicherung richtete, deren Büro er am Morgen gestürmt hatte. "Es hat mit seinem Verhältnis zu dieser Versicherung zu tun", sagte Staatsanwalt Peter Sticher. Genauere Angaben könne er dazu jedoch noch nicht machen.

Bei der Polizei war am Vormittag um 10.39 Uhr ein Notruf eingegangen, dass ein Mann mit einer Kettensäge in einem Büro in Schaffhausen Menschen angreife. Die Beamten hätten dann zwei Schwer- und drei Leichtverletzte in der Filiale der Versicherung angetroffen, sagte Landolt. Der Täter war zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits geflohen.

Den Angaben zufolge wurden durch die Motorsäge eine Person schwer und eine weitere Person leicht verletzt. Wie die anderen sich ihre Verletzungen zugezogen hätten, sei noch nicht abschließend geklärt. Die beiden Schwerverletzten befänden sich noch im Krankenhaus, seien aber nicht mehr in Lebensgefahr. 

Quelle: ntv.de, mbo