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372 Neuinfektionen gemeldet R-Wert steigt über kritische Marke

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Zuletzt lag der R-Wert vom 9. bis 11. Mai über 1,0.

(Foto: dpa)

Seit Wochen gehen die Corona-Fallzahlen in Deutschland stetig zurück - bis jetzt. Die vom Robert-Koch-Institut ermittelte Reproduktionszahl deutet darauf hin, dass die Infektionen wieder zunehmen könnten. Allerdings ist der R-Wert mit starken Schwankungen behaftet.

Erstmals seit Wochen ist der R-Wert für die Coronavirus-Ausbreitung in Deutschland wieder über die kritische Marke von 1,0 gestiegen. Das bedeutet, dass sich Infektionen tendenziell wieder stärker ausbreiten. Laut Schätzung des Robert-Koch-Instituts liegt der Wert aktuell bei 1,03. Beträgt der R-Wert weniger als eins, geht die Zahl der Infizierten zurück. Zuletzt hatte der R-Wert vom 9. bis 11. Mai über 1,0 gelegen.

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Der R-Wert, auch Reproduktionszahl genannt, soll wiedergegeben, wie viele weitere Menschen ein Corona-Infizierter im Durchschnitt ansteckt. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Aufgrund der deutlichen verringerten Fallzahlen können lokale Ausbrüche wie etwa jüngst in Göttingen oder bei einzelnen Unternehmen zu starken Schwankungen führen.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem einen sogenannten 7-Tage-R-Wert an. Dieser bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert aktuell mit 0,95 knapp unter der kritischen Marke. Damit erreichte dieser eigentlich robustere Wert seinen bisherigen Höchststand.

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen in Deutschland bleibt unterdessen am Samstag weiter auf niedrigem Niveau. Die Gesundheitsämter der Bundesländer (außer Bremen und Sachsen-Anhalt) meldeten bis zum Abend 372 neue Corona-Infektionen binnen eines Tages und 20 Todesfälle. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 181.484 Menschen in Deutschland mit Sars-CoV-2 angesteckt, 8525 starben. Nach Berechnungen von ntv.de, die teilweise auf Schätzungen des Robert-Koch-Instituts basieren, sind 164.001 Menschen in Deutschland von der Krankheit genesen.

Quelle: ntv.de, mbo/dpa