Panorama

Immer weniger PCR-Tests RKI sieht weiterhin rückläufige Corona-Trends

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Auch bei den Tests gab es eine Oster-Delle.

(Foto: IMAGO/Sven Simon)

Das Robert-Koch-Institut sieht den Gipfel der aktuellen Corona-Welle derzeit weit überschritten. Auch wenn viele Zahlen rückläufig sind, bleibt der Infektionsdruck angesichts der hohen Zahl an Covid-19-Fällen weiterhin hoch.

Trotz rückläufiger Trends bei mehreren Corona-Indikatoren sieht das Robert-Koch-Institut (RKI) nach wie vor einen hohen Infektionsdruck in der Bevölkerung. Vergangene Kalenderwoche seien mehr als 750.000 Covid-19-Fälle gemeldet worden, geht aus dem RKI-Wochenbericht hervor. Demnach ist die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz im Wochenvergleich um knapp ein Viertel gesunken. Auch Kennzahlen zu Krankenhausaufnahmen und zu Ausbrüchen in Einrichtungen nähmen ab, hieß es.

In der 15. Kalenderwoche 2022 sank die bundesweite 7-Tage-Inzidenz im Vergleich zur Vorwoche um 23 Prozent. Der Gipfel der aktuellen Welle ist jetzt klar überschritten und auch viele Hospitalisierungsindikatoren und die Zahl der institutionellen Ausbrüche nehmen ab. Der Infektionsdruck bleibt aber angesichts der hohen Zahl an Covid-19-Fällen noch hoch.

Der Bericht zeigt auch, dass in mehr als 200 Laboren bundesweit zuletzt immer weniger PCR-Tests durchgeführt wurden, auf denen die offiziellen Statistiken beruhen: Nachdem die Anzahl im März teils sehr deutlich mehr als 2 Millionen pro Woche betragen hatte, waren es in der Woche vor Ostern nur noch rund 1,1 Millionen. Der deutliche Rückgang sei auch mitbedingt durch den Feiertag Karfreitag, schreibt das RKI. Laut Bericht fiel mehr als jeder zweite Test (rund 55 Prozent) positiv aus, das ist ungefähr so viel wie im März. Es werden vorrangig Menschen mit Symptomen getestet.

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Experten gehen seit einiger Zeit von vielen nicht erfassten Fällen aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil auf positive Schnelltests nicht immer ein Labortest folgt. Am Donnerstag bekräftigte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, tatsächlich gebe es derzeit wohl etwa zweimal so viele Fälle, wie offiziell ausgewiesen werden. Auch der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes nannte diese Größenordnung.

Das RKI betont im Bericht zum wiederholten Mal, dass es weder möglich noch notwendig sei, jeden Einzelfall im Meldesystem zu erfassen. Die Gesamtentwicklung könne auch dank weiterer berücksichtigter Daten zuverlässig eingeschätzt werden.

Der Anteil des Omikron-Subtyps BA.2 an den sequenzierten Virusproben in Deutschland stieg auch in der letzten Woche weiter auf rund 95,3 Prozent (Vorwoche: 93,4 Prozent).

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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