Panorama

Loch ins Waggondach geschnittenRäuber holen Geldsäcke aus fahrendem Zug

10.08.2016, 17:50 Uhr
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Zug am Bahnhof in Chennai. Erst bei der Ankunft dort fiel der Raub auf. (Archivbild) (Foto: AP)

Die Wachmannschaft ist bewaffnet und sitzt im Nebenabteil, merkt aber nichts: In Indien gelingt es Räubern, Geldsäcke aus einem fahrenden Zug zu ergaunern. Die darin enthaltenen Scheine sollten entsorgt werden - sind aber noch gültig.

In einem filmreifen Coup haben Räuber in Indien umgerechnet über 670.000 Euro aus einem fahrenden Zug erbeutet. Wie die Polizei mitteilte, schnitten die Täter ein mannsbreites Loch in das Dach des Post-Waggons und entkamen unbemerkt mit ihrer Beute. Bei dem Geld handelte es sich um alte Scheine, die von der Bank of India zur Entsorgung in das südindische Chennai geschickt worden waren. Sie sind zwar alt und verschmutzt, aber noch gültig.

Insgesamt lagerten Scheine im Wert von 3,4 Milliarden Rupien (knapp 46 Millionen Euro) in dem Waggon. Die bewaffnete Wachmannschaft saß während der rund 300 Kilometer langen Zugfahrt im Nebenabteil, bemerkte aber nichts. Der Diebstahl wurde erst nach der Ankunft des Zugs in Chennai entdeckt.

Unklar ist, auf welchem Teil der Strecke die Räuber zuschlugen und wie genau sie dabei vorgingen. Ein Ermittler sagte der Zeitung "The Hindu", die Gang habe sich womöglich schon vor Abfahrt des Zugs in dem Post-Waggon versteckt und sich dann gemeinsam mit den Geldsäcken einschließen lassen. Die Ermittler gehen davon aus, dass sechs bis acht Männer an dem Raub beteiligt waren.

Quelle: ntv.de, asc/AFP