Panorama

Düsseldorfer "Kippen-Krieg" Rauchender Mieter Adolfs ist tot

Schlappe für Friedhelm Adolfs. Der Raucher muss seine Wohnung räumen. Foto: Rolf Vennenbernd

Am Ende hatte sich Adolfs durchgesetzt: Er durfte in der Wohnung bleiben.

(Foto: dpa)

Kettenraucher Friedhelm Adolfs wurde bundesweit zur Ikone von Rauchern, die sich durch den Nichtraucherschutz in ihren Rechten beschnitten fühlen. Nun ist Adolfs, den seine Vermieterin wegen seines Lasters aus der Wohnung werfen wollte, gestorben.

Raucher Friedhelm Adolfs, der mit seinem Mietrechtsstreit jahrelang für Schlagzeilen sorgte, ist tot. Das sagte sein enger Freund Ferry Weber der Deutschen Presse-Agentur. Er habe Adolfs angerufen und dann an dessen Anschluss von Adolfs' Lebensgefährtin erfahren, dass der 79-Jährige einen Herzstillstand erlitten habe und in einer Klinik am Montag gestorben sei. Adolfs' Anwalt Martin Lauppe-Assmann bestätigte dies. Zuerst hatte das Portal "Der Westen" berichtet.

Adolfs erlangte 2013 bundesweite Bekanntheit, als er einen Prozess gegen seine Vermieterin führte. Sie hatte versucht, Adolfs aus der Wohnung zu werfen, weil er mit seinem exzessiven Zigarettenkonsum die Nachbarn in dem Mehrparteienhaus unzumutbar belästigt und ihre Gesundheit gefährdet habe.

Der Streit wurde zum bundesweit diskutierten Politikum. Adolfs trat bei Raucher-Demos auf, Raucher starteten wiederum eine Spendenaktion für die Prozesskosten des Pensionärs. 2016 erzielte Adolfs vor dem Landgericht Düsseldorf einen Erfolg: Die Richter wiesen die Klage der Vermieterin ab.

Quelle: n-tv.de, bdk/dpa

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