Panorama

Angriff auf Klinik Rebellen töten Ebola-Arzt im Kongo

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Ebola-Klinik in Nord-Kivu.

(Foto: imago images / Le Pictorium)

Trotz wachsenden Widerstands in der Bevölkerung kämpfen ausländische Helfer in der Demokratischen Republik Kongo täglich gegen die fortschreitende Ebola-Epidemie. Ein Arzt bezahlt diesen Einsatz nun mit dem Leben.

Bei einem Angriff von Kämpfern einer Rebellenmiliz in der Demokratischen Republik Kongo ist ein Arzt der Weltgesundheitsorganisation WHO getötet worden. Zwei weitere Menschen seien bei dem Angriff auf die Ebola-Klinik in Butembo im Osten des Landes verletzt worden, teilten örtlichen Behörden und die WHO mit.

Die Polizei machte eine Rebellengruppe, welche den Abzug der internationalen Helfer fordert, für die Attacke verantwortlich. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus verurteilte die Tat und würdigte den getöteten Arzt als "mutigen Kollegen". Der Mann stammte aus dem Kamerun.

Zuletzt kam es immer wieder zu Angriffen auf Ebola-Behandlungszentren. Dies führte zu einem Abzug einiger Ersthelfer und einer beschleunigten Ausbreitung der Virus-Erkrankung. Bei den Angreifern soll es sich um Milizen-Mitglieder aber auch um Anwohner handeln, die gegen den medizinischen Einsatz sind. Sie halten Ebola für eine Verschwörung der Regierung oder anderer Staaten.

Der Kampf gegen die bisher schlimmste Ebola-Epidemie im Kongo gerät durch solche Angriffe immer wieder ins Stocken. Seit August starben in dem Land nach Regierungsangaben mehr als 840 Menschen an der hoch ansteckenden Virus-Krankheit. Es ist bereits der zehnte Ebola-Ausbruch im Kongo seit 1976. Ende 2013 hatte eine verheerende Ebola-Epidemie mehrere westafrikanische Staaten heimgesucht. In den folgenden Monaten starben in Guinea, Sierra Leone und Liberia rund 11.300 Menschen an dem Virus.

Quelle: n-tv.de, lou/AFP/rts

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