Panorama

Staatsschutz ermitteltRechtsextreme besetzen Hermannsdenkmal bei Detmold

21.06.2026, 23:01 Uhr
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Das Hermannsdenkmal bei Detmold gehört mit über 53 Metern Höhe zu den bekanntesten Nationaldenkmälern Deutschlands. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Mehrere Vermummte klettern am Sonntagnachmittag auf das Hermannsdenkmal im Nordosten Nordrhein-Westfalens. Sie sind offenbar Anhänger der Identitären Bewegung, welche vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft wird.

Mutmaßliche Rechtsextreme der Identitären Bewegung haben das Hermannsdenkmal bei Detmold besetzt und dort Pyrotechnik gezündet und ein Banner aufgehängt. Einer der Männer kletterte anschließend von einem Balkon aus weiter nach oben auf das Denkmal und blieb dort mehrere Stunden. Er hatte sich nach Polizeiangaben mit einem Seil gesichert. Gegenüber der Polizei habe sich der Mann unkooperativ gezeigt, hieß es. Der Rest der Gruppe sei geflüchtet. 

Als der 21-Jährige Schweizer schließlich nach Stunden wieder herabkletterte, wurde er von den Polizeibeamten mit zur Wache genommen. Welche Straftatbestände dem jungen Mann nun vorgeworfen werden, werde geprüft, hieß es - unter anderem geht es um Hausfriedensbruch, Verdacht der Volksverhetzung und Abbrennen von illegaler Pyrotechnik. 

Mit der Aktion wollten die Rechtsextremen gegen Windkraftausbau demonstrieren. Die Identitäre Bewegung ist eine rechtsextreme, europaweit aktive Bewegung, die sich gegen Einwanderung wendet. In Deutschland wird sie vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft und beobachtet. Aufgrund des politischen Hintergrundes der Aktion übernahm der Staatsschutz der Polizei Bielefeld die Ermittlungen.

Das Hermannsdenkmal bei Detmold gehört mit über 53 Metern Höhe zu den bekanntesten Nationaldenkmälern Deutschlands. Die von Ernst von Bandel zwischen 1838 und 1875 errichtete Kolossalstatue im Teutoburger Wald erinnert an den germanischen Feldherrn Arminius, der im Jahr 9 n. Chr. in der Varusschlacht drei römische Legionen besiegte. War das Monument im 19. Jahrhundert noch ein Symbol der deutschen Nationalbewegung, steht es heute als Mahnmal für den Frieden.

Quelle: ntv.de, bho/dpa

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