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Sonntag, 03. April 2016

Touristen aus Deutschland an Bord: Reisebus verunglückt auf Kuba

Ein schwerer Verkehrsunfall in der Karibik löst Hektik in der deutschen Botschaft in Havanna aus: Ein Reisebus voller Urlauber aus Europa soll mit einem Lkw zusammengestoßen sein. Kubanische Medien berichten von drei Toten.

Bei einem schweren Busunglück in Kuba ist ein österreichischer Tourist ums Leben gekommen. Das bestätigte die österreichische Botschaft in Havanna am Sonntag. Auch der Fahrer des Reisebusses mit deutschen und österreichischen Urlaubern wurde bei dem Unfall nahe der Ortschaft Jatibonico getötet. Zuvor war in Medien von einem deutschen Todesopfer die Rede gewesen. Insgesamt wurden 28 Menschen verletzt.

Schwerer Unfall auf der Fahrt nach Trinidad: Das Auswärtige Amt bemüht sich um Aufklärung.
Schwerer Unfall auf der Fahrt nach Trinidad: Das Auswärtige Amt bemüht sich um Aufklärung.(Foto: n-tv.de / stepmap.de)

Der Bus war zwischen Santiago de Cuba und Trinidad mit einem entgegenkommenden Lastwagen zusammengestoßen, wie die Zeitung "Escambray" berichtete. Offenbar touchierte der Lastwagen mit seinem Auflieger eine Eisenbahnbrücke. Der Container stürzte dann auf den Bus. Auf Fotos war zu sehen, dass das Vorderteil des Reisebusses völlig zerstört wurde.

Schreckliches Ende einer Urlaubsreise

Die Urlauber waren auf einer Rundreise des Veranstalters Thomas Cook. "Thomas Cook bedauert den Unfall zutiefst. Unser Mitgefühl gilt den Betroffenen und ihren Angehörigen", teilte das Unternehmen mit. Mitarbeiter stünden mit den Behörden in Kontakt, um die medizinische Versorgung der Verletzten sicherzustellen. Die Verletzten wurden in einem Krankenhaus in der Stadt Sancti Spíritus behandelt. Zwölf Urlauber wurden am Sonntag wieder entlassen. Drei Schwerverletzte seien immer noch in einem kritischen Zustand, sagte der stellvertretende Leiter der Klinik.

Bei den Passagieren handelte es sich laut der Zeitung vor allem um Deutsche und einige Österreicher. Sie wollten demnach einen zweiwöchigen Urlaub in Kuba verbringen. Unter anderem sei ein Aufenthalt in dem Badeort Varadero geplant gewesen.

Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftszweig auf der sozialistischen Karibikinsel. Knapp drei Millionen Urlauber besuchen Kuba pro Jahr. Mit dem Ende der Eiszeit zwischen Washington und Havanna sollen es mehr werden.

Quelle: n-tv.de