Panorama

Kurz vor der Live-Schaltung Reporter rettet Mann aus sinkendem Auto

Jeder Fernsehzuschauer kennt sie: Reporter, die an hochwasserführenden Flüssen stehen und über den aktuellen Stand berichten. So einen Job hatte auch ein Journalist in den USA, aber dann kam es anders.

Ein TV-Reporter hat einen Mann in Houston im US-Bundesstaat Texas kurz vor einer Live-Schalte aus seinem überfluteten Auto gerettet. Auf einem Video des Senders KTRK ist zu sehen, wie ein Wagen in den Wassermassen treibt. Der Journalist Steve Campion ruft daraufhin: "Mann, du musst aus dem Auto kommen."

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Der sichtlich verwirrte Fahrer fragt zunächst aber nur, was er tun solle. Campions Antwort: "Schwimm!" Als der Mann von seinem Auto wegschwimmt, steigt der Reporter ins Wasser und zieht ihn heraus. Dabei hält er die ganze Zeit sein Mikrofon fest. Auf dem Trockenen angekommen fragt er den Mann, ob er in Ordnung sei. "Ich bin ok", antwortet der.

Der Wagen versinkt wenige Sekunden später vollständig im Wasser. Offenbar hatte der Mann die Wassertiefe völlig unterschätzt- Kurz darauf bestreitet der Reporter, noch immer klatschnass, eine Live-Schaltung für seinen Sender ABC. Houston war nach heftigen Regenfällen von schweren Überschwemmungen betroffen. Zahlreiche Straßen standen unter Wasser.

Nach dem Vorfall blendete der Sender für seine Zuschauer die Warnung ein, dass sie an überschwemmten Straßen unbedingt umkehren sollen. Schon bei einem Wasserstand von etwa 15 Zentimetern könne schnell fließendes Wasser einen Erwachsenen umwerfen. Bei 30 Zentimetern Wasserstand werde ein kleines Auto bereits fortgespült, während bei zwei Metern jedes Fahrzeug davongetragen werde. Die Hälfte aller Todesfälle bei Hochwasser komme zustande, weil die Menschen die Kraft des Wassers unterschätzten, hieß es vom US-Center for Disease Control and Prevention.

Quelle: n-tv.de, sba/dpa

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