Panorama

Attentat im Jahr 1968 Robert Kennedys Mörder bleibt in Haft

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Auch das 16. Gnadengesuch von Sirhan Sirhan wurde abgelehnt.

(Foto: dpa)

Sirhan Sirhan schießt 1968 auf Robert F. Kennedy. Dieser erliegt wie sein Bruder, der ermordete US-Präsident John F. Kennedy, seinen Verletzungen. Fünf Jahrzehnte später gibt ihm ein Bewährungsausschuss Hoffnung auf Freiheit, aber der Gouverneur lehnt ab. Nicht alle Hinterbliebenen sind darüber erfreut.

Der seit mehr als fünf Jahrzehnten inhaftierte Mörder des US-Politikers Robert F. Kennedy kommt nicht auf Bewährung frei. Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom sprach sich gegen die Freilassung des 77-jährigen Palästinensers Sirhan Sirhan aus. Der Mord an Kennedy im Jahr 1968 zähle mit zu den berüchtigtsten Verbrechen der amerikanischen Geschichte, schrieb Newsom in einer Erklärung. Nach Jahrzehnten im Gefängnis habe Sirhan nicht die nötige Einsicht gezeigt, die ihn von weiteren gefährlichen Entscheidungen abhalten würde. Ein Bewährungsausschuss in Kalifornien hatte sich im August für die Freilassung Sirhans ausgesprochen.

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Robert "Bobby" F. Kennedy mit seinem älteren Bruder John F. Kennedy.

(Foto: picture-alliance / dpa)

Sirhan sitzt seit 53 Jahren im Gefängnis und hatte sein mittlerweile 16. Gnadengesuch gestellt. Die Entscheidung der Kommission wurde dem kalifornischen Gouverneur vorgelegt, der sie nun ablehnte.

Ethel Kennedy, die Witwe von Robert F. Kennedy, und sechs ihrer insgesamt elf Kinder zeigten sich in einer gemeinsamen Mitteilung "zutiefst erleichtert" über Newsoms Entscheidung. Zwei Kennedy-Söhne hatten sich dagegen für Sirhans Freilassung ausgesprochen. Robert F. Kennedy Jr. schrieb im August in einem Brief an das Bewährungsgremium, dass er glaube, sein Vater hätte Sirhans beeindruckende Rehabilitation anerkannt, wie die "Los Angeles Times" berichtete. Douglas Kennedy erklärte demnach, Häftlinge sollten freigelassen werden, wenn sie nicht länger eine Bedrohung für sich oder andere darstellten.

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Sirhan, ein in Jerusalem geborener Palästinenser, hatte Kennedy am 5. Juni 1968 in Los Angeles erschossen - nur wenige Stunden, nachdem dieser die Vorwahlen in Kalifornien zur Kür des demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten gewonnen hatte. Die US-Justiz ging von Kennedys pro-israelischer Haltung als Motiv des damals 24 Jahre alten Täters aus.

Fünf Jahre zuvor war Kennedys Bruder, US-Präsident John F. Kennedy, in Dallas erschossen worden. Sirhan wurde 1969 zum Tode verurteilt. Nach Aussetzung der Todesstrafe in Kalifornien im Jahr 1972 wurde die Strafe in lebenslange Haft umgewandelt.

Quelle: ntv.de, joh/dpa

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