Panorama

Biker feiern "Tag des Sieges" Russische "Nachtwölfe" ziehen durch Berlin

120124541.jpg

Mitglieder der Biker-Gang "Nachtwölfe" fahren zum Sowjetischen Ehrenmal in Berlin-Treptow.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Motorrad-Gang "Nachtwölfe" setzt auch in diesem Jahr die Tradition fort, mit einem Konvoi an die russischen Kriegstoten des Zweiten Weltkriegs zu erinnern. Etwa 100 Biker kommen am Sowjetischen Ehrenmal in Berlin-Treptow zusammen. Bei einer vorherigen Station gab es auch Gegenwind.

Der nationalistische russische Biker-Club "Nachtwölfe" hat am Sowjetischen Ehrenmal in Berlin-Treptow der russischen Kriegstoten gedacht. Die Teilnehmer des Konvois legten Nelken nieder, schwenkten Fahnen und posierten mit Transparenten. Anlass war der 74. Jahrestag des Kriegsendes.

In Russland wird der 9. Mai als "Tag des Sieges" über Hitlerdeutschland gefeiert. Präsident Wladimir Putin rief in Moskau bei einer Militärparade zur internationalen Zusammenarbeit gegen Terrorismus und Neonazismus auf.

Laut Polizei beteiligten sich etwa 100 Biker an dem Motorrad-Konvoi durch Berlin. Es habe keine besonderen Vorkommnisse gegeben, sagte eine Sprecherin. Es sei lediglich der Verkehr gesichert worden. Der Club sei angekündigt gewesen.

Die Tour der "Nachtwölfe" von Moskau in die deutsche Hauptstadt soll an den Vormarsch der Roten Armee am Ende des Zweiten Weltkriegs erinnern. Die Motorradfahrer gelten als Unterstützer Putins und der völkerrechtswidrigen Annexion der ukrainischen Schwarzmeerhalbinsel Krim durch Russland.

Zuvor hatten die "Nachtwölfe" in Prag Station gemacht. Dort legten sie am Montag Blumen in einer sowjetischen Kriegsgräberstätte nieder. Dutzende Gegendemonstranten hatten vor den Toren des Friedhofs US-amerikanische, Nato- und Europaflaggen geschwenkt.

Quelle: n-tv.de, joh/dpa

Mehr zum Thema