Panorama

10 Kilometer hohe Aschesäule Russischer Vulkan Schiwelutsch ist aktiv

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Halbinsel im Osten Russlands: Der Schiwelutsch ist der nördlichste aktive Vulkan auf Kamtschatka.

(Foto: n-tv.de)

Im Osten Russlands spuckt ein Vulkan eine kilometerhohe Aschewolke aus. Sie hat Wissenschaftlern zufolge das Potenzial, den Luftverkehr zu stören. Die Asche des Schiwelutsch ist schon bis nach Alaska geweht worden und das könnte noch nicht alles gewesen sein.

Im Osten Russlands hat ein Vulkan eine rund zehn Kilometer hohe Aschesäule ausgestoßen. Dies könne den Luftverkehr beeinflussen, teilten die Vulkanologen der russischen Forschungsgruppe Kvert mit. Die Aschesäule am Vulkan Schiwelutsch auf der Halbinsel Kamtschatka am Pazifik könne bei weiteren Eruptionen eine Höhe von bis zu 15 Kilometern erreichen.

Der Vulkan ist 3283 Meter hoch; immer wieder stellen die Forscher dort Aktivitäten fest. Der Schiwelutsch (englisch: Shiveluch) liegt auf der Ostseite der rund 1200 Kilometer langen und bis zu 450 Kilometer breiten Halbinsel Kamtschatka. Nächstgelegene Ortschaft ist die russische Siedlung Kljutschi, rund 50 Kilometer südwestlich des riesigen Stratovulkans. Alaska liegt vom Gipfel des Schiwelutsch aus über die Beringsee hinweg rund 2000 Kilometer im Osten.

In der dünn besiedelten Region Kamtschatka zählen Forscher rund 160 Vulkane, doch nur rund zwei Dutzend sind davon aktiv. Das Vulkangebiet gehört aufgrund seiner Dichte geologischer Phänomene zum Unesco-Weltnaturerbe.

Die Asche vom Schiwelutsch sei bereits mehrere Hundert Kilometer bis zur Beringstraße vor Alaska weitergeweht worden, hieß es. Für die Bewohner in Kljutschi besteht nach Angaben des Zivilschutzes bislang keine Gefahr.

2010 war der Vulkan Eyjafjallajökull in Island ausgebrochen. Er hatte große Mengen Asche mehrere Kilometer in die Höhe gejagt und dadurch den Flugverkehr in Nord- und Mitteleuropa zeitweise zum Erliegen gebracht.

Quelle: ntv.de, fhe/dpa

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