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Der kleine Junge erlag bereits im Januar seinen Verletzungen.
Der kleine Junge erlag bereits im Januar seinen Verletzungen.(Foto: imago stock&people)
Mittwoch, 02. Mai 2018

Eltern unter Verdacht: Säugling stirbt nach Knochenbrüchen

Im Januar stirbt ein sechs Monate alter Junge in einem Göttinger Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen - unter anderem einem Schädelbruch. Schnell geraten die Eltern in Verdacht, ihr Baby misshandelt zu haben. Dennoch sind sie auf freiem Fuß.

Ein sechs Monate altes Baby ist in Göttingen an den Folgen wiederholter Gewalttaten gestorben. Nach Medieninformationen erlitt der kleine Junge zahlreiche Knochenbrüche, unter anderem am Schädel. "Wir ermitteln wegen Körperverletzung mit Todesfolge", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Göttingen, Frank-Michael Laue. Einzige Tatverdächtige seien die aus einer russischen Kaukasusrepublik stammenden Eltern des Kindes.

Die 22 Jahre alte Mutter und der 30-jährige Vater hätten bisher keine Aussagen gemacht. Der kleine Junge war bereits im Januar im Krankenhaus gestorben. Die Behörden hatten über den Fall bisher nicht berichtet. Offenbar waren die Eltern Anfang Januar mit dem Jungen in einem Göttinger Krankenhaus erschienen und hatten angegeben, das Kind leide unter Luftnot. "Dann hat man dort aber die erheblichen Verletzungen festgestellt", sagte Oberstaatsanwalt Laue.

Der kleine Junge starb am 12. Januar. Die Obduktion habe erheben, dass der Säugling Knochenbrüche erlitten habe, die auf mehrfache Gewaltanwendung zurückzuführen seien. Dass trotz der Schwere der Vorwürfe weder der Vater noch die Mutter des toten Kindes in Untersuchungshaft sitzen, erklärte der Oberstaatsanwalt mit dem Dilemma, vor dem die Ermittler stünden: Da die Unschuldsvermutung gelte, müsse man jeweils zugunsten eines Elternteils annehmen, dass der andere die Taten begangen haben könnte.

Quelle: n-tv.de