Panorama

Versuchter Mord beim Volksfest Schalke-Fans gestehen Attacke auf BVB-Fan

Zwei Fußballfans sollen einen jungen Mann beinahe getötet haben - nur weil dieser Anhänger eines "falschen" Vereins ist. Bei einem Volksfest schlagen sie das Opfer zu Boden. Vor Gericht bedauern die beiden 20-Jährigen ihre Tat.

Am Landgericht Marburg hat der Prozess gegen Nils B. und Niklas H. begonnen. Die zwei jungen Männer stehen im hessischen Marburg vor Gericht, weil sie den Anhänger eines anderen Fußballvereins fast zu Tode geprügelt haben sollen. Die beiden Angeklagten räumten zu Beginn des Prozesses über ihre Verteidiger die äußeren Tatumstände ein, wie ein Justizsprecher sagte.

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Beim Ruhrpottderby zwischen Schalke und Dortmund kommt es immer wieder zu hässlichen Szenen.

(Foto: imago/Chai v.d. Laage)

Die 20-Jährigen gaben demnach zu, eine Auseinandersetzung mit dem damals 22-Jährigen begonnen zu haben. Die Angeklagten sollen Schalke-Fans sein, ihr Opfer Anhänger von Borussia Dortmund. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten unter anderem versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung vor.

Sie sollen bei einem Volksfest im vergangenen Juli im mittelhessischen Gladenbach den 22-Jährigen angegriffen, geschlagen und getreten haben. Der Mann ging zu Boden. Doch die beiden sollen weitergemacht und ihr Opfer sogar gegen den Kopf getreten haben. Der junge Mann wurde schwer verletzt. Laut "Bild"-Zeitung zog er sich mehrere Schädelbrüche zu, übergangsweise wurde ihm die halbe Schädeldecke abgenommen.

Die Anklage geht vom Mordmerkmal der niedrigen Beweggründe aus. Die 20-Jährigen sollen ihr Opfer attackiert haben, weil es Fan eines vermeintlich "falschen" Fußballvereins gewesen sei. Dem Sprecher zufolge erklärten die Angeklagten ihr Bedauern über die Tat und entschuldigten sich.

Einer der Angeklagten muss sich in dem Prozess vor dem Landgericht zudem wegen einer Auseinandersetzung bei einem Fußballspiel in München verantworten. Laut Anklage nahm er dort einem Fan der gegnerischen Mannschaft den Schal gewaltsam weg und wehrte sich gegen einschreitende Polizisten. Die Urteile gegen die Angeklagten werden Ende Februar erwartet.

Quelle: ntv.de, dsi/dpa

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