Panorama

Jade-Bergwerk in Myanmar Schlammwelle reißt 110 Arbeiter in den Tod

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Bereits 2015 kam es zu einem Erdrutsch in einer Mine in Hpakant. Auch damals kamen Dutzende Menschen ums Leben.

(Foto: AP)

Die Region Hpakant in Myanmar gilt als reich an Jade - einem beliebten Schmuckstein. Doch die Bedingungen für die Minenarbeiter sind schlecht. Nun sterben mehr als 110 Menschen, als nach starken Regenfällen eine Schlammwelle über ein Bergwerk hinwegrollt.

Bei einem Erdrutsch in einem Jade-Bergwerk im Norden Myanmars sind nach Angaben der Behörden mindestens 110 Menschen ums Leben gekommen. Die Bergarbeiter sammelten demnach Steine in der jadereichen Gegend von Hpakant im Bundesstaat Kachin, als sie von einer durch starken Regen verursachten Schlammwelle begraben wurden.

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Mindestens 23 weitere seien nach dem Vorfall verletzt worden, sagte der Parlamentsabgeordnete der Region Hpakant. Weitere Arbeiter seien noch eingeschlossen. "Der Bergungsprozess ist noch nicht abgeschlossen", heißt es in einem Facebook-Beitrag der Feuerwehr.

In der Region Hpakant, in der es zu dem Unfall kam, gibt es viele Jade-Bergwerke, die oft unsicher und wenig reguliert sind. Tödliche Erdrutsche kommen dort immer wieder vor. Bei einem Vorfall vor fünf Jahren etwa starben 116 Menschen.

Myanmar ist einer der größten Lieferanten der Schmucksteine. Der Jade-Handel im südostasiatischen Land ist nach einer Schätzung der Organisation Global Witness rund 31 Milliarden Dollar (28 Milliarden Euro) wert - und macht knapp die Hälfte des Bruttoinlandsprodukts des Landes aus. Viel davon wird im Schwarzmarkt erzielt.

Quelle: ntv.de, jug/rts/dpa